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Kreis Wesel
Leader-Stelle verstärkt, aber Förderrichtlinie fehlt noch

Kreis Wesel. Neues Jahr, neue Förderperiode, neues Gesicht: Seit Anfang des Jahres unterstützt Julia Jörgensen mit einer halben Stelle das Regionalmanagement der Region Lippe-Issel-Niederrhein für die neue Förderperiode. "Wenn ich gefragt werde, was meine neuen Aufgabenbereiche sind, muss ich erst einmal ausholen", sagt Jörgensen.

Die Neue, die in Höxter Landschaftsarchitektur und Umweltplanung studierte, legt auch gleich los. Im Mai 2015 wurde die aus den fünf Kommunen Hamminkeln, Hünxe, Schermbeck, Voerde und Wesel bestehende Region Lippe-Issel-Niederrhein erneut vom Umweltministerium NRW zur Leader-Region ausgewählt. Das heißt, mit EU-Mitteln können regionale Projekte zur Stärkung der ländlichen Entwicklung gefördert werden. Das Regionalmanagement, bisher allein mit Kerstin Jendrek besetzt, ist neben der Initiierung und Begleitung von Projekten für die Beratung der Projektträger bei Antragstellung, Umsetzung und Abrechnung zuständig.

Mit Projekten kennt sich Jörgensen aus. Bevor sie für die Region tätig wurde, hat sie mehrere Jahre bei der Verbraucherzentrale NRW und der Bund-Jugend NRW Projekte koordiniert und umgesetzt. "Ich freue mich besonders darauf, hier in der Region tätig zu sein", meint Jörgensen, die seit acht Jahren in Wesel wohnt und sich nun mit Jendrek ein Büro im Hünxer Rathaus teilt.

Bis Projektideen umgesetzt werden können, wird es dauern. Das Land arbeitet noch an der Richtlinie für die Förderung. "Es gibt viele Akteure, die in den Startlöchern stehen und die wir leider noch vertrösten müssen. Wir hoffen darauf, dass im zweiten Quartal die ersten Projekte starten können", berichtet das Regionalmanagement.

Arnd Cappell-Höpken, Vorsitzender des Agrarausschusses der Kreis-CDU, begrüßt die Verstärkung, kritisiert aber das Umweltministerium für Langsamkeit. Er fragt ferner, wie die Finanzierung der Stellen für laufende Projekte geregelt ist. Zudem, so der Hünxer im RP-Gespräch, sollen seinen Informationen zufolge Projekte zur Erhaltung landwirtschaftlicher Bausubstanz aus der Förderung herausfallen.

Quelle: RP
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