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Die Ausbildungsinitiative Kreis Wesel - (Folge 9)
Lehrstellen-Karussell jetzt in voller Fahrt

Die Ausbildungsinitiative Kreis Wesel - (Folge 9): Lehrstellen-Karussell jetzt in voller Fahrt
4000 Interessenten kürzlich bei der Jobbörse in der Weseler Niederrheinhalle die Stände von gut 60 Arbeitgebern. Mancher holte sich wie hier auch Tipps von den Profis der Arbeitsagentur. Foto: Privat FOTO: besuchten
Kreis Wesel. Auf dem Ausbildungsmarkt hat die heiße Phase begonnen. Unversorgte Schulabgänger haben auch jetzt noch jede Menge Möglichkeiten. Denn täglich kommen bei der Arbeitsagentur noch Angebote für freie Stellen an. Appell: Nicht aufgeben! Von Fritz Schubert

In den Schulen geht es in diesen Tagen Schlag auf Schlag. Eine Entlassfeier jagt die andere. Auch im Kreis Wesel sind Tausende von jungen Leuten jetzt auf dem Weg in einen neuen Lebensabschnitt. Viele wissen, wo es hingeht, weil sie schon eine Lehrstelle gefunden haben, weiter zur Schule gehen oder studieren werden. Aber nicht alle sind versorgt.

Seit Oktober haben sich bei der Berufsberatung der Arbeitsagentur im Kreis Wesel 3697 Bewerber gemeldet. Im gleichen Zeitraum meldeten die Arbeitgeber hier 2273 Ausbildungsstellen. Ende Juni standen im Kreis Wesel für 1376 Bewerber noch 944 freie Lehrstellen zur Verfügung. Das teilte in dieser Woche die Agentur für Arbeit mit, die seit Jahren ein wesentlicher Partner der Ausbindungsinitiative Kreis Wesel und der RP-Serien ist. Und deren Fachleute sind zuversichtlich, dass sie noch etliche Suchende vermitteln können.

Ob zu den klassischen Einstellungsterminen 1. August und 1. September oder gar darüber hinaus: Es gibt weitere Möglichkeiten. "Nicht aufgeben", lautet der Appell von Markus Brandenbusch, Bereichsleiter der Arbeitsagentur Wesel. Denn permanent tut sich was. Fast täglich kommen noch Angebote für freie Stellen bei der Agentur an.

Angehende Anlagenmechaniker werden ebenso gesucht wie Interessenten für eine Bäckerlehre. Hotelfachmann, Koch, Restaurantfachmann, Verkäufer für Fleisch, Fisch oder Backwaren, Gesundheits- und Krankenpfleger, Altenpfleger, Dachdecker, Servicefachkraft für Dialogmarketing - Daniela Stegemann kann aktuell noch eine ganze Palette von freien Lehrstellen vorlegen. Sie ist bei der Agentur im Arbeitgeberservice tätig, nimmt also Angebote aus den Betrieben auf und nimmt dann - teils auch telefonisch - Kontakt zu möglicherweise geeigneten Kandidaten auf.

Voraussetzung ist natürlich, dass die entsprechenden Infos bei der Agentur vorliegen. Im Detail heißt das: Wer einen Ausbildungsplatz gefunden hat, soll sich bei der Agentur abmelden, damit er nicht weiter als Suchender geführt wird. Chefs, die einen Lehrling gefunden haben, sollen dies ebenfalls melden. Ebenfalls wichtig ist die Nachricht eines Arbeitgebers, wenn ein bereits vermittelter Bewerber die Stelle doch nicht annimmt. Bewerber, die eine Absage bekommen haben, sollten gleichfalls zur Agentur kommen, damit die Experten mögliche Schwachstellen im Bewerbungsschreiben finden und neue Anläufe gestartet werden können. Auch bei Bedenken, dass die schulischen Leistungen nicht den Erwartungen entsprechen, gibt es Möglichkeiten. Gerade das Handwerk setzt mehr auf Motivation und persönlichen Eindruck als auf Noten. Wenn das Menschliche stimmt, lassen sich fachliche Defizite mit speziellen Hilfen oft gut ausgleichen. Assistierte Ausbildung und ausbildungsbegleitende Hilfe heißen solche Programme.

Als "ganz verkehrt" bezeichnet Daniela Stegemann, wenn Unversorgte meinen, dass wegen der anstehenden Ferien nichts mehr passiert und der Zug für sie schon abgefahren ist. "Man muss einfach am Ball bleiben", sagt sie.

Quelle: RP
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