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Schermbeck
Lieder für den Frieden in der Welt

Schermbeck: Lieder für den Frieden in der Welt
Das mittlerweile sechste Weihnachtssingen in der Aula der Gesamtschule wurde von einer Reihe Instrumentalisten begleitet. Querflötistinnen spielten unter anderem "Winter" von Antonio Vivaldi. FOTO: Scheffler
Schermbeck. Gut 200 Schüler der Schermbecker Gesamtschule wurden zum Ende des dreistündigen Weihnachtssingens in der Schulaula mit viel Beifall bedacht. Die Veranstaltung stand unter dem Motto "Weihnachten ist nicht mehr weit". Von Helmut Scheffler

"Ihr seid ein supertoll eingespieltes Team", bescheinigte die stellvertretende Schulleiterin Kerstin Niklas-Jans am Ende des fast dreistündigen Weihnachtssingens den etwa 200 Schülern der Gesamtschule, die in der Aula für eine vorweihnachtliche Stimmung gesorgt haben.

Zum Motto "Weihnachten ist nicht mehr weit" passten nicht nur die musikalischen Beiträge, die von den Musiklehrern Kristina Baf, Claudia Jansen, Eddie Möllmann, Jennifer Wiesmann, Christina Spellerberg und Kay-Uwe Kirchert mit Klassen oder Musikgruppen zusammengefügt wurden, sondern auch der bis zur Aula-Decke reichende futuristisch anmutende Weihnachtsbaum, der aus Brandschutzgründen diesmal einen gewachsenen Tannenbaum ersetzte.

Am Fuß des Baumes stand auf einem Paketstapel in großen Lettern das Wort Frieden, eine Botschaft, die in vielen der musikalischen Beiträge wiederkehrte. "Frieden ist das zentrale Thema in einer Welt, in der Frieden längst keine Selbstverständlichkeit mehr ist", begründete Niklas-Jans die Wahl des Worte.

"Da wohnt ein Sehnen tief in uns", eröffnete der aus Schülern, Lehrern und Eltern bestehende Heart-Chor den Reigen der Lieder, bevor die beiden Fünftklässler Asma Ensaf und Benedikt Heinzmann Teile der Weihnachtsgeschichte vorlasen. In die "Höhle zu Bethlehem" entführte die Klasse 7 b die Zuhörer. Elf Oberstufenschüler erinnerten in ihrem Lied "Mary, did you know", das von Max Büchling am Klavier begleitet wurde, an die Bedeutung des neu geborenen Gottessohnes.

Antonio Vivaldis "Winter" hatten die Querflötistinnen Marie Grätz und Paula Grätz ausgewählt, die von Lehrer Kay-Uwe Kirchert am Mambophon begleitet wurden. Zusammen mit Schülern der Klasse 9 b ließen Oberstufenschüler John Lennons Protestlied gegen den Vietnamkrieg erklingen, das im angelsächsischen Sprachraum im Laufe der Zeit zu einem Weihnachtslied wurde.

"Wieder ist ein Jahr vorüber", sangen die Schüler der Klasse 5 d und dankten für ungezählte Augenblicke im alten Jahr. Während Ole Sporkmann und Josefine Stamm Udo Jürgens' denglisches Weihnachtsgedicht vortrugen, wurden sie von den Bläserklassen 5 b und 5 e begleitet. Mit dem "Amazing grace" als Erinnerung an einen schönen Tag und dem Lied "Stille Nacht" wurden die Besucher in die Pause entlassen.

Den zweiten Teil des Konzertes eröffnete Lehrerin Claudia Jansen mit Fünft- und Sechstklässlern mit einer Übertragung der Erzählung "A Christmas Carol" in die Welt der Muppets. Die beiden Solisten Max Günther und Fynn Meinken ernteten viel Applaus.

Mit welch großer musikalischer Vielfalt man ein Konzert gestalten kann, bewiesen die Gesamtschüler in vollendeter Manier. Die Bläserklasse wählte drei englischsprachige Weihnachtslieder aus. Die Q1-Schülerin Laura Zepmeusel wurde bei ihrem Song "I'll be home" von Max Büchling am Klavier begleitet. Die Percussion-AG brillierte mit ihrer "Rhythm-Performance". Und der Grundkurs Musik der Q 1 bewies mit "Snow: minimal music" seine Begeisterung für einen seit den 1960er Jahren in den USA entwickelten Musikstil innerhalb der Neuen Musik.

"All I want for Christmas is you", sangen Amelie Dubois und Amelie Stocklaßa im Duett. "Stop the cavalry!", forderte die 9 b musikalisch ein. Josefine Timmermann bedauerte in ihrem Gesang den fehlenden Frieden, bevor der Q 2-Grundkurs Musik in seiner "Hölle-Hölle"-Parodie den ganzen Weihnachtswahnsinn Revue passieren ließ, Anna Bomm und Lina Backhaus das Lied "Let it snow" in ihrem Tanz umsetzten und das Orchester eine Serie von Weihnachtsliedern erklingen ließ.

Als schließlich Laura Zepmeusel, Josefine Timmermann, Marlon Rexforh und Jacqueline Schröder ihr "Hallelujah" anstimmten, sangen die vielen Zuschauer begeistert mit und bedankten sich anschließend mit stehendem Applaus für eine beeindruckende vorweihnachtliche Soirée.

Quelle: RP
 
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