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Schermbeck
LiteraTurm in Damm

Schermbeck: LiteraTurm in Damm
Ernst Hermann Göbel (Turmverein, v.l.), Jonas Knoop (RWE) und die beiden Autoren Renate Wirth und Thomas Hesse stellten die neue Reihe vor. FOTO: Malz
Schermbeck. RWE startet am kleinsten Strommuseum der Welt eine neue Literatur-Reihe. Los geht es am 7. November – zuerst mit dem Besuch am ehemaligen Trafoturm, anschließend mit einer Lesung bei Wortelkamp. Von Julia Lörcks

Heimat ist Heimat – auch wenn sie noch so klein ist. Mit dieser Bauernweisheit wirbt das RWE für den Trafoturm in Damm. Dort haben seit gut anderthalb Jahren Kuriositäten wie ein alter Plattenspieler mit Leopardenmuster eine neue Heimat gefunden. Ja, die Stromstation, die jahrelang Symbol für die Elektrizität im Dorf war, ist nun das kleinste öffentliche Strommuseum der Welt. Und genau dort startet RWE Deutschland am 7. November eine neue Literatur-Reihe.

Erste Szene im Dämmerwald

"LiteraTurm – Geschichten aus der Heimat" heißt diese – und ist eine Maßnahme der Kampagne "TurmTräume – Heimat neu entdecken". "Damit möchte RWE nicht nur seine Verwurzelung mit der Region zum Ausdruck bringen, sondern auch ausgediente Turmstationen an Vereine, Einrichtungen oder Privatleute für eine neue Nutzung übergeben", sagt Jonas Knoop, Externe Kommunikation RWE. Zusammen mit Ernst Hermann Göbel, Vorsitzender des Turmvereins, lädt er zum Heimatabend ein.

Dieser beginnt Mittwoch, 7. November, um 18.30 Uhr am Turm. "Dort werden wir bei einem Glas Sekt berichten, wie das Strommuseum entstanden ist", berichtet Göbel. Zudem singt die A-capella-Gruppe "Five in Harmony". Gut eine Stunde später geht es dann – entweder zu Fuß oder mit dem Shuttlebus – zum Landhaus Wortelkamp, wo die beiden Autoren Renate Wirth und Thomas Hesse auf die Gäste warten.

Die Heilpädagogin und Gestalttherapeutin sowie der Redaktionsleiter der Rheinischen Post in Wesel lesen aus ihrem jüngst erschienenen Niederrhein-Krimi "Eulenblues" – der sechste Roman, den das Duo seit 2003 zusammen veröffentlicht hat. "Der Trafoturm in Damm passt perfekt. Schließlich spielt unsere erste Szene im Dämmerwald. Am ehemaligen Forsthaus, übrigens ein sehr verwunschener Ort, wird unser Mordopfer gefunden", sagt Hesse, der davon überzeugt ist, dass nicht nur viele Bürger aus Schermbeck diese Stelle kennen. Und das ist auch der Erfolg des Niederrheinkrimis, der mittlerweile die neue Heimatliteratur ist: Die Menschen lesen, was sie sehen.

Nach 30 Minuten Lesung und einer Pause mit Gesang wird anschließend die Krimiwerkstatt eröffnet. Dort berichten Wirth und Hesse nicht nur, wie man zu zweit einen Kriminalroman schreibt und ein Buch aufbaut, sondern auch wie man einen Verlag findet.

Bei der Auftaktveranstaltung in Damm soll es übrigens nicht bleiben. "Falls das Angebot gut angenommen wird, planen wir weitere Lesungen im gesamten Netzgebiet", sagt Knoop. Ein guter Grund für einen Besuch ist übrigens der Erlös. Dieser kommt der Jugendarbeit in Damm zugute – und pro verkaufte Karte gibt das RWE noch einmal zehn Euro dazu.

(RP/ac)
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