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Landeswettbewerb
Loikum siegt bei „Unser Dorf hat Zukunft“

An diesen Orten entsteht die Zukunft NRWs
An diesen Orten entsteht die Zukunft NRWs FOTO: Bayer/Dirk Hansen
Wesel. Umwelt- und Landwirtschaftsminister Johannes Remmel hat heute die Gewinner des Landeswettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" bekannt gegeben. Wie in den Jahren zuvor weckte der Wettbewerb großes Interesse bei den Dorfbewohnern.

Insgesamt 853 Dörfer aus Nordrhein-Westfalen hatten sich beworben – gewinnen können aber nur 51. Die Bewertungskommission vergibt sieben Gold-, 26 Silber- und 18 Bronzemedaillen. Zusätzlich verleihen nordrhein-westfälische Verbände und Landesstiftungen 28 Sonderpreise für ökologische Maßnahmen, soziale und kulturelle Leistungen, unternehmerische Initiative, Inklusion und Migration oder besondere gestalterische Details.

"Das Engagement und Begeisterung für den Dorfwettbewerb ist beeindruckend", sagte Minister Remmel bei der Verkündung der Sieger-Kommunen. "Die Teilnahmezahlen der Dörfer in Nordrhein-Westfalen sind ein bundesweiter Spitzenwert. In keinem anderen Bundesland zeigen die Dörfer so viel Interesse an diesem Wettbewerb wie in unserem Heimatland NRW."

23 der Gewinner-Dörfer in diesem Jahr liegen im Rheinland, 28 in Westfalen. Zu den sieben Goldgemeinden die im nächsten Jahr für den Bundeswettbewerb der Dörfer qualifiziert sind, gehören:

Achterhoek, Stadt Kevelaer (Kreis Kleve)

Benroth, Gemeinde Nümbrecht (Oberbergischer Kreis)

Hagedorn, Stadt Steinheim (Kreis Höxter)

Hoetmar, Stadt Warendorf (Kreis Warendorf)

Holzhausen, Gemeinde Burbach (Kreis Siegen-Wittgenstein)

Loikum, Stadt Hamminkeln (Kreis Wesel)

Ruppichteroth-Ort, Gemeinde Ruppichteroth (Rhein-Sieg Kreis)

Der Landeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" hat eine jahrzehntelange Tradition. Die ersten Wettbewerbe ab 1961 standen noch unter dem Namen "Unser Dorf soll schöner werden" und hatten die Zielsetzung, die Lebensbedingungen in den Dörfern an städtische Maßstäbe anzugleichen.

Heute ist der Wettbewerb, der alle drei Jahre stattfindet, ein wichtiges Instrument der ländlichen Entwicklung und der Dorferneuerung. Ziel des Wettbewerbes ist, die vielfältigen Funktionen der Dörfer darzustellen, vorbildliche Beispiele zu Leistungen der Dorfbewohner zu präsentieren und Anreize für die weitere Entwicklung des ländlichen Raums zu geben.

Auch Umwelt- und Landwirtschaftsminister Remmel unterstrich die Bedeutung des Wettbewerbs für NRW: "Der Dorfwettbewerb mit seiner fast 60-Jährigen Geschichte ist ein fester Bestandteil unseres Landes geworden. Er hat sich im Laufe der Jahre ständig weiterentwickelt und neuen Anforderungen und Herausforderungen an die Dörfer Rechnung getragen. Wenn sich die Menschen in den Dörfern am Landeswettbewerb beteiligen, wenn sie sich für ihr Land Nordrhein-Westfalen und ihre Heimat einsetzen und wenn sie mit anderen sogar wetteifern, dann zeigt das unzweifelhaft, dass unser Land wunderbare Dörfer hat – und zwar mit Zukunft. Es hat starke ländliche Räume und es hat zupackende Bürgerinnen und Bürger!"

Eine Bewertungskommission unter Vorsitz von Annegret Dedden (Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen) wählte die Gewinner aus. Bewertet wurden die Konzeption und Umsetzung zur Verbesserung der Lebensqualität, Erhaltung des unverwechselbaren Dorf- und Landschaftscharakters, wirtschaftlichen Entwicklung und Sicherung vorhandener Arbeitsplätze.

Weitere Kriterien waren der Erhalt der ortsbildprägenden Bausubstanz, die Siedlungsentwicklung, die Einbindung der Dörfer in die Landschaft sowie die Bau- und Grüngestaltung und der Biotop- und Artenschutz. Über mehrere Wochen besuchte die Bewertungskommission die 51 Dörfer, die es zuvor in die Endrunde geschafft hatten, um sich vor Ort vom Engagement der Bewohnerinnen und Bewohner zu überzeugen.

Im November findet jeweils eine offizielle Abschlussveranstaltung in Westfalen-Lippe (14. November in Störmede im Kreis Soest) und im Rheinland (21. November in Herongen im Kreis Kleve) statt. Dort werden den Gewinner-Kommunen Medaillen, Urkunden und Preisgelder überreicht. Die Sieger im Bundeswettbewerb werden im Sommer 2016 feststehen.

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