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Analyse
Ludger Hovest (SPD) fordert Rückhalteräume für die Issel

Die dramatische Hochwassersituation der letzten Tage an der Issel hat Ludger Hovest veranlasst, sich an Umweltminister Remmel zu wenden. Der Weseler SPD-Fraktionsvorsitzende fordert die Schaffung von Retentionsflächen. Also Räumen, in denen Wasser zurückgehalten werden kann. Die Idee ist nicht neu. Hovest selbst hatte schon in den 80er Jahren als Landtagsabgeordneter danach gefragt. Kollegen andere Parteien versuchten sich ebenfalls. Ein strammes Hochwasser führte ab 1998 zu Diskussionen über ein Auenkonzept. So richtig passiert ist in dieser Richtung nichts.

So lobt der Weseler SPD-Grande Hamminkelns Bürgermeister für seine beherzte Entscheidung, im Angesicht der Gefahr für entlastenden Abfluss zu sorgen, und kritisiert ausgebliebene Entscheidungen bei Bezirksregierungen und Umweltministerium. Und er drängt zur Eile, denn das nächste Hochwasser komme bestimmt. Dabei sieht Hovest nicht nur Hamminkelner Landstriche von Überflutungen bedroht. Auch Lackhausen und weitere Teile Wesels könnten betroffen sein. Die Deiche zu erhöhen, so Hovest, bringe wegen der schmalen Issel nur wenig. Abhelfen könnten nur Retentionsflächen. Natürlich gebe es Konflikte mit Anliegern, aber die müssten dann eben gelöst werden.

"Es ist ein Fehler, jetzt nicht Farbe zu bekennen", sagte Hovest in Richtung von "Verhinderungsvertretern und Bedenkenträgern" auch bei einem anderen von ihm seit Jahren geforderten Projekt: der Rückverlegung des Rheindeichs bei Bislich-Vahnum. Halb Bislich und Rees seien gefährdet. Ein kombiniertes Vorhaben mit Kiesabbau und Materialgewinnung für den neuen Deich, mit mehr Hochwasserschutz und mit deutlichen Vorteilen für die Natur - wie "europaweit vorzeigbar" im Lippe-Mündungsraum und am Lipperandsee - sei das beste.

(fws)
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