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Wesel
Mariä-Himmelfahrt-Kirche wird umgebaut

Wesel: Mariä-Himmelfahrt-Kirche wird umgebaut
Frühestens 2019 beginnen die ersten Bauhandwerker mit den umfangreichen Arbeiten in der Innenstadt-Kirche, die künftig verstärkt auch als Konzertraum und Ort für Ausstellungen genutzt werden soll. FOTO: Klaus Nikolei
Wesel. Das Gotteshaus gegenüber dem Marien-Hospital soll künftig multifunktional genutzt werden. Dafür ist ein Umbau der Kirche nötig. Am Montagabend wird ein Preisgericht über die Vorschläge von acht Planungsbüros beraten. Von Klaus Nikolei

Auf den ersten Blick scheint in der Mariä-Himmelfahrt-Kirche alles halbwegs in Ordnung zu sein. Nur wer einen Blick zur abgehängten Decke wirft, wird vielleicht die beiden Löcher entdecken. Gleichwohl würde dem Gotteshaus eine Renovierung gut tun. Genauso wie dem Pfarrheim um die Ecke. Auch vor dem Hintergrund, dass die Zahl derer sinkt, die an Sonn- und Werktagen die Gottesdienste mitfeiern, haben der Kirchenvorstand und der Pfarreirat der Katholischen Kirchengemeinde Sankt Nikolaus einen Entschluss gefasst: Das Gotteshaus soll zu einem offenen, kirchlichen Ort umgebaut werden, der auch in die Stadt hinein ausstrahlt und in dem künftig - neben Gottesdiensten - auch Konzerte und Ausstellungen stattfinden sollen. Überlegungen in diese Richtung gab es schon vor gut zehn Jahren.

Bei einem Ortstermin mit Bürgermeisterin Ulrike Westkamp und Vertretern der Kirchengemeinde konnte Stefan Sühling, leitender Pfarrer an St. Nikolaus, noch keine konkreten Antworten geben auf Fragen nach den Kosten, Baubeginn, etc. "Wir müssen erst den Montag abwarten. Dann nämlich werden acht Planungsbüros, die an einem Architektenwettbewerb teilgenommen haben, ihre Vorschläge einem Preisgericht vorstellen", erklärte Sühling. Klar sei aber, dass die in den 70er Jahren abgehängte Decke auf jeden Fall wegkommt.

Dem Preisgericht gehören übrigens neben Experten und Mitarbeitern des Bistums Münster auch die Bürgermeisterin, Wesels Denkmalpflegerin Alexandra Kelemen, natürlich Stephan Sühling und die Gemeindevertreter Christiane Eberhard, Rolf Marx, Ludwig Maritzen, Ottfried Jaeger und Pastoralreferent Martin Bußmeier an.

Der von dem Gremium bevorzugte Entwurf soll von Dienstag, 28. November, bis einschließlich Freitag, 1. Dezember, jeweils in der Zeit von 15 bis 18 Uhr, im Pfarrheim an der Brüderstraße ausgehängt werden, damit Interessenten über die Pläne diskutieren. Mitte 2018 könnte dann eine Entscheidung fallen, ob und in welcher Form der Siegerentwurf umgesetzt wird. Dann muss ein Bauantrag gestellt, die Gewerke ausgeschrieben werden. Bis die ersten Bauhandwerker mit ihrer Arbeit beginnen, wird es 2019 werden, sagt Pfarrer Sühling.

FOTO: Malz Ekkehart

Wie gesagt: Die Kirche soll künftig multifunktional genutzt werden können. Außerdem mussten die acht Wettbewerbsteilnehmer darauf achten, dass auch Nebenräume für Gruppentreffen benötigt werden. Natürlich soll die Kirche barrierefrei werden. Neben der Sanierung des Pfarrheims wird auch die Krypta in irgendeiner Form umgestaltet. Und klar ist auch schon, dass ein Großteil der Fraterherren-Bibliothek an St. Martini künftig in einem klimatisierten Raum in Mariä Himmelfahrt untergebracht wird. Die Fraterherren-Bibliothek umfasst rund 900 Bände. Darunter sind auch Handschriften aus dem Jahr 1436.

Quelle: RP
 
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