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Wesel
Marien-Hospital plant weiteren Umbau

Wesel. Die Arbeiten auf der Großbaustelle gehen gut voran. Am Ende könnte auch das Foyer noch zusätzlich angepackt werden. Von Lisa Kreuzmann

Wo früher die Krankenhauskapelle eingegliedert war, ist nun ein Loch. "Lichtschacht", erklärt Ingenieur Hermann Hofmeister. Vom Foyer aus werden die Gäste und Patienten zukünftig durch das freigelegte Atrium gen Himmel schauen können. Eine von vielen neuen Blickachsen, die der großangelegte Umbau des Marien-Hospitals freilegen wird.

Auch im Foyer soll übrigens weiter gebaut werden, damit Besucher und Patienten die bislang schwer nachvollziehbaren Wege zu den einzelnen Trakten und Etagen besser erkennen können. "Wir wollen auch das Erdgeschoss im A-Flügel deutlich verbessern", sagt Projektleiter Hofmeister zu einer Neuerung im Umbauplan. Ob es dazu kommt, entscheidet sich in den nächsten Wochen. Hofmeister ist optimistisch, dass der Aufsichtsrat die neuen Pläne freigeben wird. Wohin während der Bauarbeiten der Haupteingang verlegt werden müsste, sei noch nicht ausgearbeitet. Sicher ist nur, dass auch dieser Umbau bei laufendem Betrieb vollzogen werden müsste. Das habe bisher aber auch ganz gut geklappt, lobt Hofmeister.

Seit Januar läuft das umfangreichste Bauvorhaben, das das Hospital in der Innenstadt bisher gesehen hat. In der ersten Bauphase wurde der Nord- beziehungsweise D-Flügel an der Pastor-Janßen-Straße aufgestockt. Das Gebäude wurde dazu in nur einem halben Jahr kernsaniert. Nur das Erdgeschoss, wo Notfallaufnahme und Radiologie untergebracht sind, blieb stehen.

Der Rohbau ist derzeit bis zum zweiten Stock fertiggestellt. Dort soll in wenigen Monaten die geriatrische Station einziehen. Im ersten Stock werden 48 Betten für die Chirurgie zur Verfügung stehen und im neuen dritten Obergeschoss die neue Intensivstation mit 18 Betten entstehen. Auch Zimmer für Privatpatienten, die Standards eines Hotelzimmers entsprechen sollen - größere Bäder, Balkone und Flachbildfernseher - werden im ersten und zweiten Stock ausgebaut. Schon im November, und somit früher als erwartet, soll die Chirurgie in den Nordflügel wandern und noch vor Weihnachten auch die Geriatrie in den Neubau ziehen. Im Februar soll schließlich auch die Intensivstation fertig eingerichtet sein.

Die besonders lärmintensiven Arbeiten hätten Nachbarn, Patienten und Personal aber hinter sich, sagt Projektleiter Hofmeister. Auch der knapp 40 Meter hohe Kran werde in zwei Wochen abgebaut. Und zu den PPP-Tagen soll die Baustelle kurzfristig zurückgebaut werden, um den ohnehin schon beeinträchtigten Verkehr zu entlasten.

Einen Monat früher als geplant, im September 2017, sollen auch die Arbeiten im A-Flügel abgeschlossen werden. Die vereinbarten Kosten von etwa 20 Millionen Euro, die Geschäftsführer Dr. Johannes Hütte vor Beginn der Bauarbeiten veranschlagt hatte, sollen nach aktuellem Stand um mehr als zehn Prozent unterschritten werden. Ob mit der Ersparnis der Umbau der Eingangshalle finanziert wird, wisse man derzeit aber noch nicht. Die nächste Baustelle im Foyer könnte sich laut Projektleiter aber direkt im Herbst 2017 anschließen.

Quelle: RP
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