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Serie Weseler Wahrzeichen (folge 29)
Marien wirkt von innen

Serie Weseler Wahrzeichen (folge 29): Marien wirkt von innen
Aus dem Jahr 1973 stammt die geometrisch komponierte Glaskunst von August Pigulla - hier an einer Seite des Altarraums. FOTO: Jana Bauch
Wesel. Flürens katholische Kirche ist eins der jüngsten Gotteshäuser in Wesel. Von Fritz Schubert (Text) und Jana Bauch (Fotos)

Wesel Trotz historischer Bezüge bis ins 15. Jahrhundert ist die katholische Kirche St. Marien in Flüren eins der jüngsten Gotteshäuser auf dem Gebiet der Stadt Wesel. Wie regelmäßige Leser der Wahrzeichen-Serie es an dieser Stelle bereits erfahren haben, hatten unmittelbar vor den Toren der Stadt liegende Ortschaften wie Obrighoven oder die Feldmark lange Zeit keine eigenen Kirchen, waren innerstädtischen Pfarren zugeordnet. Dies änderte sich in Etappen.

Für die Marienkirche wurde erst im September 1956 der Grundstein gelegt. Da hatte sich längst abgezeichnet, dass im Weseler Norden immer mehr Menschen aus der Stadt, aber auch aus dem Ruhrgebiet wohnen wollten und dies auch sollten. Aus wenigen Hundert wurden nach dem Zweiten Weltkrieg mehrere Tausend.

Der Kirchbauverein hatte 1953 seine Arbeit aufgenommen. Vier Jahre später stand dann die Herz-Mariä-Kirche. Ihr Architekt war Hans Ostermann. Im Geburtsnamen wird der Bezug zur damals noch maßgeblichen Pfarrei Herz-Jesu in der Feldmark deutlich.

Ab 1965 war Flüren mit Paul Dönnebrink als erstem Pfarrer selbstständig. 1987 wurde aus Mariä Herz Maria Königin. Hintergrund ist die Anlehnung an das Patronat des Kathäuserklosters Insula Regina Coeli, das von 1428 bis 1836 auf der nahen Grav-Insel gestanden hatte. In den 1971 begonnen Turm kam die Glocke des Klosters. So, wie in der Zwischenzeit Flüren 1969 in die Stadt Wesel eingemeindet worden war, so setzten sich in jüngster Zeit ab dem Jahr 2004 auch für die katholischen Christen des Stadtteils Veränderungen mit Fusionen fort. Neun ehemals eigenständige Pfarreien bilden heute St. Nikolaus Wesel.

Das alles nimmt der Marienkirche in Flüren nicht ihren besonderen Reiz, den Besucher erst in ihrem Inneren richtig wahrnehmen können. Das liegt maßgeblich an der beruhigend einfachen Gestaltung des Raums und an den bemerkenswerten Fenstern. Bernd Terhorst schuf um 1960 das Marienfenster, das dem Altar gegenüberliegt. Die Glaskunst an den Seiten des Lang- und Querschiffs sowie des Altarraums stammen von August Pigulla und sind von 1973. Sie sorgen für wechselndes farbiges Licht.

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Quelle: RP
 
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