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Hamminkeln
Marienthaler Abende: Kulturpolitik zeigt nur wenig Interesse

Hamminkeln. Die Bullemänner sind Garant für guten bis sehr guten Publikumszuspruch in Marienthal. Ihr zweiter Auftritt in der laufenden Saison steht an. Vielleicht dringt der Ruf der Dauerbrenner bei der großen Kultur im kleinen Dorf sogar bis zur lokalen (Kultur-)Politik. Denn die seit Jahrzehnten ehrenamtlich und ohne Zuschüsse etablierte Kulturarbeit im kleinen Ort an der Issel führt ein politisches Schattendasein - und gilt offensichtlich nicht viel, trotz des erwiesenen touristischen Potentials. Karl-Heinz Elmer vom Kulturkreis Marienthal, altgedienter Mitorganisator und stets zur Begrüßung als Moderator auf der Bühne, vermerkte beim Gastspiel von Bleckmann & Griess am Mittwoch durchaus süffisant: "Zwei Ratspolitiker haben wir bei neun Veranstaltungen der laufenden Saison gesichtet - das ist ja wohl ausbaufähig." Er empfahl, die politische Wahrnehmungsschwelle der Marienthaler Abende beim Publikumsgaranten Bullemänner zu heben. Eine weitere Chance haben sie zudem am 30. August zum Saisonabschluss. Dann kommt Kabarettist Kai Magnus Sting, als Duisburger ganz nah dran an Hamminkeln und schon in seinen Anfängen umjubelter Gast in Marienthal.

Zuvor stehen aber die Bullemänner am heutigen Samstag, 26. August, um 20 Uhr zum zweiten Mal in dieser Sommerabendsaison auf der Marienthaler Kulturbühne. "Schmacht" heißt ihr Programm. Versprochen wird ein "satter Abend" - in der Veranstalterpoesie wird das als "zwei Stunden kabarettistische Filetspitzen, deftige Alltagskost, satirische Sahneschnittchen und sinnfreier Quatsch mit Soße" umschrieben. Karten gibt es im Vorverkauf beim Kulturkreis Marienthal für 26 Euro oder an der Abendkasse für 28 Euro. Plätze können selbst ab 18 Uhr reserviert werden. Bei gutem Wetter treten die Bullemänner auf der Kulturwiese im Maisfeld auf, bei schlechtem Wetter im Kulturzelt.

(thh)
 
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