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Hamminkeln
Martinsmarkt zieht die Besucher an

Martinsmarkt Hamminkeln-Marienthal zieht die Besucher an
Der Martinsmarkt ist ein wahrer Publikumsmagnet. FOTO: Pottgiesser
Hamminkeln. Liebevoll gefertigte Handarbeiten und kein Standard-Angebot - das schätzen Gäste an dem Markt in Marienthal.

Wenn in dem kleinen Ort mehrere Wiesen zu prall gefüllten Parkplätzen umfunktioniert werden und dutzende Ordner den Verkehr regeln - dann ist wieder Marktzeit in Marienthal. Rund 50 Aussteller bieten ihre Produkte an, die meisten von ihnen sind kleine, private Unternehmer. Das sieht man auch an den Angeboten: liebevolle Handarbeiten und Unikate. Darunter befinden sich zum Beispiel Kleidungsstücke, Filz-Püppchen, Schmuck aus bunten Glasperlen, Taschen, Vogelhäuschen aus Holz oder Weihnachtsdekoration.

Unter den Ausstellern sind auch wohltätige Verbände wie Unicef oder der Förderkreis Tilapia aus Wesel-Blumenkamp. Der Förderkreis hilft den Menschen in Afrika, selbst Fischzucht zu betreiben, um so den Hunger und die Mangelernährung vor Ort zu bekämpfen.

Verkauft haben die Mitglieder vor allem selbst gemachte Marmelade in bunt dekorierten Einmachgläsern. "Die kommen bei den Besuchern wirklich gut an", sagt Mary Kocks-Lux. Sie hat bereits vor zwei Monaten begonnen, Früchte zu sammeln und die Marmelade einzukochen.

Ein besonderes Geschmackserlebnis: ihre Ingwer-Marmelade, verfeinert mit Weißwein. "Die meisten Leute sind überrascht über den Geschmack", erzählt sie - an dem Stand dürfen sich die Besucher nämlich durchprobieren.

Während der Marktzeiten gab es außerdem ein zusätzliches Programm für die Besucher. Kutschfahrten führten vom Bauernladen zur alten Molkerei, in der Kirche fanden Führungen statt. Dort wurde es am Wochenende auch musikalisch: Die "Original Singers" brachten Black Gospel in die Kirche, bei "Silent Moves" hörten Besucher klassische Gitarrenklänge.

Kinder fühlten sich in Marienthal in der Jurte wohl: Dort loderte ein Lagerfeuer, es wurde gemeinsam gesungen und gewerkelt. "Mir macht das Rübenschnitzen am meisten Spaß - da schnitzen wir Gesichter, so wie man das zu Halloween mit Kürbissen macht", erzählt die elf Jahre alte Miriam aus Brünen. Sie kommt jedes Jahr zum Martinsmarkt, um mitzumachen und im Lagerfeuer Stockbrot zu backen. "Hier kommt schon richtig Weihnachtsstimmung auf", ergänzt ihre zehn Jahre alte Freundin Magdalena.

Martina Kerkmann ist aus der Nähe von Xanten nach Marienthal gefahren. Sie war einige Jahre nicht mehr in dem kleinen Örtchen, kommt aber immer wieder gerne wieder: "Die Atmosphäre ist einfach einzigartig vor dem Platz der Kirche mit den vielen kleinen Ständen." Besonders schön findet die 51-Jährige, dass es in Marienthal eben nicht die üblichen Standard-Angebote gibt, sondern stattdessen viele liebevolle und ausgefallene Handarbeiten.

(ls)
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