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Wesel
"Maß ist voll": Köhler (CDU) wirft Bothen (WfW) Scheinheiligkeit vor

Wesel: "Maß ist voll": Köhler (CDU) wirft Bothen (WfW) Scheinheiligkeit vor
FOTO: Malz Ekkehart
Wesel. Werner Köhler, als Sachkundiger Bürger der CDU Mitglied im Weseler Kultur- und Stadtmarketing-Ausschuss aktiv, ist gewiss niemand, der CDU-Fraktionschef Jürgen Linz über den grünen Klee lobt. Doch nach dem RP-Bericht vom Samstag zum Thema Bauverein, in dem unter anderem Franz Bothen von der WfW-Fraktion betont, dass man Linz nicht diffamieren, sondern nur einen Missstand ansprechen wolle, ist Köhler "die Hutschnur geplatzt. Diese Aussage ist an Scheinheiligkeit kaum zu überbieten." Was ihn so ärgert: "Franz Bothen hatte kurz vor seinem Austritt aus der CDU vor gut einem Jahr in einer der wenigen Fraktionssitzungen, an denen ich auch teilgenommen habe, vor versammelter Mannschaft an Linz gewandt gesagt: ,Solange ich kann, werde ich alles tun, um dich als Fraktionsvorsitzenden fertig zu machen'." Alle seien damals regelrecht geschockt gewesen, erinnert sich Köhler. "Ich weiß natürlich, dass Fraktionssitzungen eigentlich vertraulich sind. Aber in diesem Fall pfeife ich darauf, das Maß ist voll." Für ihn ist mittlerweile klar, dass die Geschichte von der abgebrochenen Bauverein-Hauptversammlung an die Presse lanciert wurde, um Linz als Gesellschaftervertreter der Stadt "fertig zu machen. Das ist doch nur noch eine Schlammschlacht", wettert Köhler. Von Klaus Nikolei

Franz Bothen, von der RP mit dem Vorwurf von Werner Köhler konfrontiert, sagte: "Solch Äußerungen kämen mir nie über die Lippen. Das ist nicht mein Sprachgebrauch. Diese von Herrn Köhler aufgestellte Behauptung ist falsch und entspricht nicht der Wahrheit." Auch sei schon vor der Presseveröffentlichung in der RP bekannt gewesen, dass die Hauptversammlung des Bauvereins im Juni abgebrochen werden musste. "Das", so sagt Franz Bothen, "haben sich die Leute schon in den Gaststätten am Kornmarkt erzählt." Wenn aus den Reihen der CDU solche unsachlichen Äußerungen wie die von Werner Köhler kämen, frage man sich automatisch, "wie weit man in der Partei gesunken ist".

Und auch Fraktionschef Thomas Moll kann den Angriff von Werner Köhler nicht nachvollziehen. "Wir haben doch nach der Kommunalwahl im Mai 2014 in den CDU-Fraktionssitzungen sowieso nichts mehr gesagt. Ich weiß nicht, was Herr Köhler da wahrgenommen hat. Uns geht es, um das nochmals klar zu sagen, um die Sache und nicht um Jürgen Linz."

Quelle: RP
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