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Niederrhein
Mehr als 44.000 Besucher beim Sommerkino

Niederrhein. Trotz der vielen Regentage sind die Veranstalter der Filmreihe zufrieden. Der Kartenverkauf soll neu geregelt werden. Von Olaf Reifegerste

Durchweg zufriedene Gesichter der Verantwortlichen gab es bei der Bilanzpressekonferenz zur 21. Ausgabe des Stadtwerke-Sommerkinos in Duisburg. Dezernent Thomas Krützberg sprach von einer "großen Treue des Publikums" und einem "deutlichen Signal an die Macher und Sponsoren". Thomas Kehler vom Hauptsponsor und Namensgeber des Stadtwerke-Sommerkinos sieht darin eine "tolle Veranstaltung mit großer Strahlkraft" für die Stadt und die Region. Deshalb blieben die Stadtwerke bis zum Jahr 2019 einschließlich dabei. Und auch für Kai Gottlob, Geschäftsführer des Filmforums, gibt es eine "durchweg positive Bilanz", die es zu resümieren galt.

"Inhaltlich", so Gottlob, "ist der ungeschriebene Auftrag für uns als Kinomacher, ein tolles und nachhaltiges Programm anzubieten, auch in diesem Jahr wieder voll aufgegangen." Selbst das Wagnis, noch nicht bundesweit gestartete Kinofilme als Preview zu zeigen oder Dokumentarfilme mit ins Programm zu nehmen, sei aufgegangen, sagte er und kündigte die Fortsetzung einer solchen Programmpolitik einschließlich der "sehr gut angenommenen Mitternachtsvorstellungen" für 2018 an. Das 22. Stadtwerke-Sommerkino im nächsten Jahr finde vom 11. Juli bis 19. August statt, kündete Gottlob an.

Gefreut habe er sich aber auch über die vielzähligen und tollen Gäste, die den Weg in den Landschaftspark Duisburg-Nord fanden. Darunter waren Sönke Wortmann, Regisseur des Eröffnungsfilms "Sommerfest", oder drei der Hauptdarsteller aus dem "Magical Mystery"-Streifen, darunter Charly Hübner, einschließlich Regisseur Arne Feldhusen, oder Patrick Allgaier und Gwendolin Weisser, die die sehenswerte Dokumentation "Weit - Die Geschichte von einem Weg um die Welt" vorgestellt hatten.

Krützberg bedauerte das schlechte Wetter an den 40 Spieltagen, darunter allein 19 Regentage. Trotzdem seien insgesamt 44.079 Zuschauer in die 45 Vorstellungen gegangen, was gegenüber dem tollen Vorjahresergebnis zu einem marginalen Minus von exakt 46 Besuchern, sprich 0,1 Prozent, geführt habe, sagte Gottlob. "Selbst der Konzertfilm 'Rammstein' am vergangenen Samstag zog zu später Stunde noch über 800 Besucher an, die allesamt bis viertel nach eins blieben."

Trotz aller Erfolgszahlen und positiven Programminhalte gab es neben dem schlechten Wetter auch einen Wermutstropfen in der diesjährigen Sommerkino-Bilanz: Denn wie schon 2016 startete der Kartenvorverkauf in diesem Jahr mit Hindernissen. Am Dellplatz vor dem Filmforum warteten Kartenkäufer teilweise Stunden, bis sie endlich zum Zuge kamen. Es gab erhebliche Proteste.

Verursacht wurde der "Gau", so Gottlob, aufgrund des "ungeheuren Runs" auf die Online-Karten binnen weniger Minuten. "75 Prozent aller Karten, das sind in diesem Jahr weit über 30.000 gewesen, werden nämlich in den ersten Stunden geordert. Das entspricht etwa einer Kartennachfrage für ein Konzert von Rihanna oder den Rolling Stones in gleicher Zeit."

Für das kommende Jahr versprach Kai Gottlob jetzt ein neues Kartenvorverkaufssystem für das Stadtwerke-Sommerkino. Noch ist offen, ob mit dem selben Anbieter gearbeitet wird.

Quelle: RP
 
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