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Hamminkeln
Mehr Windkraft in Hamminkeln

Hamminkeln. Planungsausschuss will außerdem junge Familien in die Stadt locken.

Der politische Wille von Land und Bund, die Windkraft auszubauen, ist eindeutig. Das Geschäft, die nötigen Konzentrationszonen für Windräder zu schaffen, ist in der lokalpolitischen Realität oft mühsam. Das zeigte sich jetzt erneut im Planungsausschuss. Zwar erhielt der Bereich Hohe Heide große Zustimmung, aber Winfried Fenske (SPD) forderte Einsprüche für den Standort Nordbrock zu berücksichtigen und wandte sich gegen "vorauseilenden Gehorsam". Im Ergebnis aber blieb es bei der Zustimmung für beide Standorte, wodurch Platz für vier neue Windmühlen geschaffen wird. Die Investoren stehen schon in den Startlöchern. Als nächster Verfahrensschritt folgt die öffentliche Auslegung. Dabei wird der ganz neue Windkrafterlass des Landes eingebunden. Danach soll es eine Bürgerversammlung geben.

Hamminkeln steht wie andere Kommunen unter Druck, den Ausbau der erneuerbaren Energien voranzubringen und dafür ein gesamtstädtisches Konzept vorzulegen. Der Bereich Hohe Heide ist planerisch vergleichsweise einfach zu realisieren, nachdem er verkleinert wurde, um den dortigen Modellflugplatz nicht zu stören. Das geht zu Lasten der Zahl der Windräder. Im Bereich Nordbrock wurde beklagt, dass es in Nordrhein-Westfalen nicht die Abstandsregelungen zu Siedlungen gelten wie in Bayern.

Gisela Brick (Grüne) fand, dass die Bedenken der Bürger hinreichend berücksichtigt seien. Auch das Thema Vogelschutz, ein schwieriger Konflikt, konnte die Zustimmung nicht verhindern. Die Verwaltung setzte damit ihre Linie durch, die Entscheidung nicht aufzuschieben.

Ein weiteres Vorhaben des Ausschusses ist es, junge Familien nach Hamminkeln zu locken. Das war ein großes Thema im Bürgermeisterwahlkampf. Doch ohne neues Bauland läuft nichts. Mehrhoog ist ein Stadtteil, in dem sich keine freien Wohnbauflächen finden lassen. Deshalb stieß es dem Planugsausschuss übel auf, dass die Verwaltung einen Antrag auf Baulandausweisung im Bereich des Hellmannsweges nicht gut fand. Es fehlten städtebauliche Zusammenhänge, hieß es. CDU und Grüne wollten dem nicht folgen. Für sie steht Angebot von Bauland im Vordergrund. FDP und USD stimmten ebenfalls zu, nur die SPD war gegen den Beschluss.

Es handelt sich bei dem Gebiet um eine seit Jahrzehnten gärtnerisch genutzte Fläche. Sie grenzt an einen Spielplatz und an eine Ackerfläche.

(thh)
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