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Hamminkeln
Mehrhooger Pflegeheim Ende 2018 fertig

Hamminkeln: Mehrhooger Pflegeheim Ende 2018 fertig
Im Staffelgeschoss gibt es Wohnungen mit Dachterrasse. Zwischen 50 und 104 Quadratmeter sind die Wohnungen groß, teils mit bodentiefen Fenstern. FOTO: RTLL
Hamminkeln. Am Hellmannsweg wird ein stationäres Heim mit 81 Einheiten gebaut und ein Komplex für 27 barrierefreie Wohnungen. Von Thomas Hesse

Das erste stationäre Pflegewohnheim in Mehrhoog ist seit August im Bau. Hier baut die RTLL-Lewerenz-Gruppe aus Zwickau seit August 81 Pflegeheimplätze. In einem zweiten Gebäude auf dem Grundstück Hellmannsweg/Hoogefeldstraße entsteht ein Komplex mit dem schönen Namen Valentin 27 - wobei die Zahl die barrierefreien Wohnungen beziffert, die von 51 bis 104 Quadratmeter groß sind. Die Botschaft gestern: Der ortsnahe Standort ist gut für Senioren, Ärzte und Einzelhandel sind nahe, und die Bauqualität ist bewusst hoch angesiedelt. Ende 2018 wird das Projekt fertig sein und das Heim in Betrieb gehen.

Die Qualitätsbetonung war auch eine Antwort auf Kritik aus Mehrhoog an den Kaufpreisen der Wohnungen, die zur Selbstnutzung oder als Kapitalanlage angeboten werden. Interessenten hatten davon gesprochen, dass es nicht reiche, das bisherige Einfamilienhaus zu verkaufen und damit die Altenwohnung zu finanzieren. Das geforderte Preislevel sei für das Dorf zu hoch. Tatsächlich sind die Wohnungen erst ab 166.900 Euro zu haben, sie kosten pro Quadratmeter von 2758 bis 3430 Euro. Die schönsten und teuersten Wohnungen seien schon weg, insgesamt sechs verkauft oder reserviert, wie Thomas Krönert von der Immobilienmaklergesellschaft sagte. Er verwies auf die rasant gestiegenen Baupreise, riet aber auch, sich die Qualität von Angeboten genau anzuschauen. So seien die Mehrhooger Wohnungen mit Parkett und hochwertigen Tapeten ausgestattet. Dazu gebe es ein von der Polizei abgesegnetes Sicherheitskonzept samt Videoüberwachung. Zum Komplex gehöre ein Gemeinschaftsraum im Wert von 170.000 Euro. Man hätte diesen auch als Wohnung verkaufen können, wolle aber mehr Lebensqualität.

Wie ein eigenes kleines "Stadtquartier" soll das Gebäudeensemble nach Plänen der Investoren wirken. FOTO: RTTL

40 Prozent der Interessenten sind aus Hamminkeln, 30 Prozent aus der näheren Umgebung, weitere 30 vom gesamten Niederrhein. Einige kaufen, um die Immobilie an Angehörige zu vermieten. Als interessant bezeichnen die Anbieter das Vorrecht, bei Bedarf ins angrenzende Pflegeheim umzuziehen. Auch dieses beleibt nicht in Besitz der Projektfirma RTLL, Betreiber wird Kursana, das zur Dussmann Group aus Berlin gehört. In NRW führt Kursana derzeit acht Einrichtungen. Konzeptioniert ist der Mehrhooger Ableger für alle Pflegegrade in acht Wohngruppen mit je neun bis zwölf Bewohnern. Die Senioren leben in 23 Quadratmetern großen Einzelzimmern mit barrierefreiem Badezimmer und bodentiefen Fenstern. Der Hamminkelner Architekt Holger Ebbert hat das Vorhaben geplant und die Planfeststellung begleitet.

"Wir haben auf Zuhause-Gefühl Wert gelegt. Die Nachfrage ist schon jetzt groß. 55 Mitarbeiter werden sich um die alten Menschen kümmern. Der zentrale Standort ist hervorragend. So können die Senioren am Gemeindeleben teilnehmen", sagt Kursana-Sprecherin Michaela Mehls. Fehlt noch ein Name, der zum Dorf passt. Bisher ist von Kursana Domizil Hamminkeln die Rede. Mit einem dörflichen Namens-Wettbewerb will sich der Betreiber niederrheinische Farbe ins Haus holen. Bleibt nur, nach einem Mehrhooger Thema zu fragen: Was ist bei Hochwasser? Heim und Wohnungen sind teils unterkellert und mit Betonwannen gesichert, also sicher vor Nässe. Interessenten können sich melden bei kursana-hamminkeln@dussmann.de.

Südwestlich ist das Grundstück des Bauprojekts Valentin 27 von Feldern umgeben. FOTO: RTTL
Quelle: RP
 
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