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Kommentar: Unsere Woche
Mein, dein, unser: Erziehungssache II

Wesel. Heute vor einer Woche ging es an dieser Stelle um Graffiti und Sachbeschädigungen. Anlass waren die unschönen Zustände rund um den Weseler Bahnhof, der nach jahrelangen und millionenschweren Renovierungen fast wieder ein Aushängeschild geworden war. Natürlich war er nur ein Beispiel für gedankenlosen Umgang mit Allgemeineigentum. An der Wirksamkeit oder vielmehr dem Vorhandensein von Erziehung kann vielerorts gezweifelt werden. Vor allem auch an solchen Stellen, wo in Sichtweite des nächsten Papierkorbs Abfall in die Landschaft beziehungsweise den öffentlichen Raum entsorgt wird. So wurde es in dieser Woche vom Betrieb ASG im Zusammenhang mit Müll nach Treffen von Pokémon Go-Spielern im Heubergpark beklagt. Ist es so schwer, seinen Pizzakarton oder seine Getränkedose da abzuladen, wo sie hingehören?

Sie halten das für kleinkariert? Für spießigen Kleinkram? Das ist es mitnichten. Es geht um Wurzeln eines Übels, das in besonders kranken Hirnen noch zu ganz anderen Auswüchsen führt. Ob Fußballfan oder Demonstrant: Emotional aufgeladen und in der Masse hat sich der Einzelne oft nicht mehr unter Kontrolle und demoliert alles, was im Weg steht. Es werden schon deshalb Grenzen überschritten, weil gar keine mehr erkannt werden. Dieses Erkennen fängt früh an: Es muss von klein auf eingeübt werden, was man darf und was nicht, dass man fremdes Eigentum respektiert und dass der Heubergpark uns allen gehört. Es geht um grundlegende Werte. Heute mehr denn je.

Quelle: RP
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