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Schermbeck
Menschen in einer Notlage helfen

Schermbeck: Menschen in einer Notlage helfen
Der Fördervereinsvorsitzende Helmut Auf der Springe und Bürgermeister Mike Rexforth dankten dem Firmenchef Bruno Rademacher ebenso für die Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Schermbeck wie Amtsleiterin Irmgard Schwenk und Wehrführer Gregor Sebastian (v.l.). FOTO: Foto Scheffler
Schermbeck. Dank der Freiwilligen Feuerwehr an den Schermbecker Unternehmer Bruno Rademacher. Von Helmut Scheffler

Das Möbelgeschäft und Bestattungsunternehmen Bruno Rademacher ist der achte von etwa einem Dutzend Schermbecker Betrieben, bei denen sich die Gemeindeverwaltung und die Freiwillige Feuerwehr Schermbeck dafür bedankten, dass sie seit langen Jahren die in ihrem Betrieb arbeitenden Feuerwehrleute unterstützen.

Seit mehreren Jahren bemüht sich der von Helmut Auf der Springe geleitete Förderverein der Feuerwehr, die Arbeit der Feuerwehr stärker in den Fokus der örtlichen Wirtschaft zu rücken. Das Bemühen, neue Mitglieder für die aktive Wehr zu finden, soll ebenso fortgesetzt werden wie die Gespräche mit Unternehmen, um zu erreichen, dass die aktiven Mitglieder im Einsatzfall auch abgestellt werden. In diesem Zusammenhang hatte der Förderkreis über einen Antrag erreichen können, dass der Gemeinderat einer Ehrung solcher Firmen zugestimmt hat, die die Belange der Feuerwehr besonders fördern.

Etwa zehn Unternehmer sollten im Rahmen einer zentralen Feierstunde geehrt werden. Dabei wäre naturgemäß jede einzelne Firma weniger stark in den Fokus gerückt worden als im Rahmen der nun bevorzugten Einzelehrung. Bürgermeister Mike Rexforth ließ es sich gestern nicht nehmen, Bürgeramtsleiterin Irmgard Schwenk, Wehrleiter Gregor Sebastian und Helmut Auf der Springe als Vorsitzenden des Fördervereins zur Firma Rademacher in der Maassenstraße 20 zu begleiten. Dort überreichte Rexforth dem Firmenchef Bruno Rademacher eine Urkunde und dessen Schwester und Mitarbeiterin Roswitha Kölking einen Blumenstrauß als Dankeschön für die Unterstützung der Wehr.

Der heute 44-jährige Rademacher kam als Quereinsteiger 2010 zum Löschzug Schermbeck. Inzwischen hat er als Oberfeuerwehrmann an mehreren Lehrgängen teilgenommen und verstärkt die 103 aktiven Wehrleute als Drehleitermaschinist, als Atemschutzgeräteträger und als Maschinist für Löschfahrzeuge. "Er ist einer von denen, die am häufigsten bei Einsätzen dabei sind", hob Gregor Sebastian gestern hervor. Das zähle in der heutigen Zeit in ganz besonderer Weise, zumal mehr als die Hälfte der Wehrleute in den drei Löschzügen der Freiwilligen Feuerwehr Schermbeck tagsüber außerhalb Schermbecks arbeite und deshalb im Einsatzfalle nicht präsent sei.

"Danke, dass du stets bereit bist, wenn man dich braucht",würdigte Rexforth das Engagement des Unternehmers Rademacher, der das Lob weitergab an seine Schwester Roswitha Kölking, die für einen reibungslosen Ablauf des Betriebes sorgt, wenn der Bruder dem Ruf des Alarm-Piepers folgt. Allein in diesem Jahr rückte Rademacher mehr als 50 Mal aus, wenn im Rahmen der bisherigen 132 Einsätze auch der Löschzug Schermbeck beteiligt war. Hinzu kommen alle zwei Wochen Übungsabende.

"Ich möchte anderen Menschen in einer Notlage helfen", begründete Bruno Rademacher. In seinem Dank an die Firma stellte Helmut Auf der Springe fest, dass die Gemeinde durch die Tätigkeit von Ehrenamtlern wie Rademacher enorme Kosten einspare. Eine Berufsfeuerwehr würde im Drei-Schichten-Betrieb mehr als drei Millionen kosten.

Die Ehrung von Firmen soll auch eine Signalwirkung ausüben auf weitere Firmen, bei der Einstellung von Mitarbeitern zu berücksichtigen, dass diese neben der beruflichen Qualifikation auch etwas für das Gemeinwesen tun. Die Gemeindeverwaltung geht mit gutem Beispiel voran. Bürgermeister Rexforth verwies auf derzeit neun Mitarbeiter, die Mitglied der Feuerwehr sind. Das reicht dem Bürgermeister noch nicht. "Wir müssen kreativ sein und die Politik animieren, neue Ideen zu entwickeln", schlug Rexforth vor.

Die übrigen Schermbecker Firmen, die ebenfalls Mitglieder der Schermbecker Feuerwehr beschäftigen, sollen im Verlauf der nächsten Jahre während ähnlicher Besuche ausgezeichnet werden.

Quelle: RP
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