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Wesel
Michelbrink tritt aus der CDU aus

Wesel. Der Stadtwerke-Chef und die aktuelle Fraktionsspitze haben sich entfremdet.

Die Probleme der CDU sind noch nicht ausgestanden. Gestern hat Stadtwerke-Geschäftsführer Franz Michelbrink den Austritt aus der CDU erklärt.

Der frühere Bürgermeister-Kandidat der Christdemokraten betonte gestern, sein Ausstieg habe nichts mit dem Austritt der vier Ratsmitglieder Franz Bothen, Jürgen Lantermann, Thomas Moll und Patrick Tenhaeff zu tun. Er werde auch nicht die neue politische Konstellation kommentieren. Aber: Nachdem Ex-CDU-Fraktionschef Rudi Spelmanns es in der RP als Fehler bezeichnet hatte, dass die aktuelle Fraktionsspitze auf die Mitarbeit von Michelbrink verzichtet, sei "er es sich und seiner Reputation schuldig, zu handeln".

Michelbrink hat in der Vergangenheit an vielen wegweisenden Projekten gearbeitet, unter anderem ASG und den Betriebshof gegründet. Mit seiner Stärke, konzeptionell und strategisch Vorhaben zu entwickeln, war er auch immer stark in die Politik eingebunden. Auf solch selten gewordene Fähigkeiten verzichtete die CDU-Fraktion seit der Kommunalwahl. Sie hatte das langjährige CDU-Mitglied bei den heutigen Aussteigern verortet, die nach der Wahl im Streit aus dem Fraktionsvorstand ausgeschieden waren. Das führte zu einer starken Entfremdung zwischen CDU und Michelbrink.

Der hatte in den letzten Monaten erleben müssen, dass die CDU die Belange der Stadtwerke nicht mehr unterstützte und ihr sogar Geld (Rücklagen) entzog für den städtischen Haushalt. Obwohl die kleinen selbstständigen Stadtwerke in einem stark umkämpften Markt agieren. Michelbrink ist politisch insofern frei, als sein Vertrag kürzlich bis Dezember 2019 verlängert worden ist.

(thh)
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