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Wesel
Minister ehrt junge Tierwirtin

Wesel: Minister ehrt junge Tierwirtin
FOTO: Landjugend
Wesel. Groß ist die Freude bei Manuela Zebunke (29) aus Wesel: Sie ist die drittbeste Nachwuchs-Tierwirtin Deutschlands. Sie überzeugte im Finale des Berufswettbewerbs der deutschen Landjugend in Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) und wird morgen bei der Preisverleihung während des Deutschen Bauerntages in Berlin aufs Siegertreppchen steigen. An dem Wettstreit hatten sich bundesweit mehr als 10.000 junge Leute beteiligt. Morgen findet in Berlin die Siegerehrung statt.

Die junge Frau, die vor neun Jahren am Andreas-Vesalius-Gymnasium ihr Abitur gemacht hatte, steht kurz vor dem Ende ihrer Ausbildung zum Tierwirt Rinderhaltung im Milchviehbetrieb von Wilhelm Krebbing in Hamminkeln-Töven. In Güstrow musste sie in Berufstheorie und -praxis ihr Können beweisen. Doch auch ihre Fitness beim Präsentieren und im Allgemeinwissen war gefragt. Dort konnte sie punkten, wenn sie Gefahrenzeichen kannte oder wusste, wie lang ein Jugendlicher maximal pro Woche arbeiten darf. Im Finale des 33. Berufswettbewerbs musste Manuela Zebunke zum Beispiel eine Weidezaunanlage errichten, Futterrationen für bestimmte Tiere zusammenstellen oder den Tierkomfort eines Stalles beurteilen. Die Weselerin, deren persönliches Interesse für den Beruf durch einen Aushilfsjob zustande kam, durch den sie vom IT-Bereich in die Tierwirtschaft wechselte, vereinte am Ende 79,25 Punkte auf sich. Damit liegt sie bundesweit an dritter Stelle der Nachwuchs-Kräfte ihres Fachs.

Weil es in Nordrhein-Westfalen keine Berufsschule für Tierwirte gibt, musste sie während ihrer Lehrzeit alle drei Wochen zum Blockunterricht nach Wittenberg fahren. Aus diesem Grund trat sie beim Bundesentscheid in Güstrow auch als Landessiegerin für Sachsen-Anhalt an. "Der Berufswettbewerb ist eine gute Möglichkeit, seine Stärken und Schwächen kennenzulernen. Damit bin ich besser auf die praktische Prüfungen vorbereitet." Die finden übrigens am 13. Juli statt. Was sie danach macht, steht auch schon fest. "Nach meiner Ausbildung werde ich in meinem Ausbildungsbetrieb im Bereich Herdenmanagement tätig sein", sagt Manuela Zebunke.

Der Berufswettbewerb wurde erstmals 1953 veranstaltet. Er zählt zu den größten grünen Fort- und Weiterbildungsprojekten Deutschlands. Schirmherr ist Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt, der Manuela Zebunke morgen bei der Siegerehrung persönlich gratulieren wird.

www.landjugend.de.

(kwn)
 
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