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Schermbeck
Morgen starten 145 Fünftklässler an der Gesamtschule

Schermbeck. Die Gesamtschule als einzige weiterführende Schule Schermbecks ist fürs neue Schuljahr bestens gerüstet. Gestern fand die abschließende Konferenz statt. Morgen beginnt der Unterricht. In den ersten beiden Stunden treffen sich die Schüler mit ihren Klassenlehrern, weil jede Menge Organisation ansteht. Ab der dritten Stunde ist Unterricht nach Plan.

Im 104-köpfigen Lehrerkollegium gibt es einige Änderungen. Vier neue Lehrer werden erstmals an der Schlossstraße unterrichten. Holger Fellendorf wird als Lehrer für Deutsch und Geschichte das Kollegium unterstützen. Er ist zugleich als Fachleiter für Geschichte in der Lehrerausbildung tätig. Kai Heister kommt als Lehrer für Erdkunde und Geschichte. Nadine Jarzombek wird Deutsch und Biologie unterrichten, Stephanie Rickers Deutsch und Katholische Religion.

Unter den 1217 Mädchen und Jungen, die morgen ins neue Schuljahr starten, sind 145 Fünftklässler. Klassenlehrer der 5a sind Stephanie Rickers und Charlott Kaczmarek, der 5b Eddie Möllmann und Simone Seidler, der 5c Nadin Jarzombek und Diane Wirtz, der 5d Dr. Isabel Nottinger und Kalojan Röhre und der 5e Maria Rüdiger und Anna Berg. Im Rahmen einer Projektwoche geht es erst einmal darum, die Mitschüler und die große Schule näher kennenzulernen. Es gibt auch eine Rallye durch Schermbeck, damit die Kinder aus den entfernteren Ortsteilen Schermbecks und aus den Nachbargemeinden Dorsten, Raesfeld und Kirchhellen ihren Schulort besser kennen.

Nachdem 2013 erstmals in der Jahrgangsstufe fünf eine integrative Lerngruppe eingerichtet wurde, werden inzwischen durchgängig alle Klassen als inklusive Klassen geführt. 119 Schüler werden die Oberstufe besuchen. Auf sie wartet kein Turbo-Abitur, sondern eine dreijährige Vorbereitung auf die Reifeprüfung, weil wegen der Gesetzeslage die Gesamtschule nach neun Jahren zum Abitur führt und daher den Schülern viel Stress erspart. Ein Teil der Oberstufenschüler wird an der im vor drei Jahren begonnenen Kooperation mit der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen im Fach Physik teilnehmen. In diesem Jahr haben sich 24 Schüler neu für diese Ausbildung entschieden. "Es zeigt sich, dass das, was inzwischen zum Abitur führte, bei den Schülern auf ein großes Interesse stößt", freut sich Schulleiter Hohmann über diese Entwicklung.

An der Gesamtschule werden jetzt 18 Flüchtlingskinder unterrichtet. Für sie wird wie bislang keine Sonderklasse gebildet. "Das fand ich von Beginn an falsch", begründet Hohmann die Entscheidung der Schulkonferenz gegen eine Sonderklasse und für die Eingliederung in Klassen. "Es haben sich so Freundschaften entwickelt, Schüler treffen sich in der Freizeit und sie nehmen die Flüchtlingskinder mit in Vereine", berichtet Hohmann von einer gelungenen Integration. Die Flüchtlingskinder erhalten 14 Stunden Deutschunterricht in der Woche. Die Fachlehrer werden dabei von vier Ehrenamtlichen unterstützt.

(hs)
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