| 00.00 Uhr

Niederrhein
Nach dem "Wahnsinn" geht es weiter

Niederrhein. Am morgigen Sonntag hat das Wolfgang-Petry-Musical Premiere im Theater am Marientor (TAM) in Duisburg. 70.000 Karten sind bereits verkauft. Die Chefin des Hauses ist zufrieden. Von Peter Klucken

Die hohen Erwartungen wurden schon jetzt übertroffen: Das Musical "Wahnsinn!" mit Songs von Wolfgang Petry wird von den Vermarktern mit dem Ausruf "Wahnsinn!" kommentiert. Insgesamt 72 Mal wird das Musical im Duisburger Theater am Marientor (TaM) gespielt. Nach einigen Previews, über die anstandshalber nie geschrieben wird, ist am morgigen Sonntag die Premiere, die zugleich als Welturaufführung gilt. Die ist natürlich schon seit Wochen ausverkauft.

Wie es sich bei solchen Anlässen gehört, wurden auch einige Promis eingeladen, die über den roten Teppich in den Saal gehen werden, der rund 1500 Sitzplätze bietet. Zugesagt haben beispielsweise: Heino, Jürgen Drews, Guido Cantz, Christoph-Maria Herbst, Ralf Siegel, die Höhner und Achim Petry, Sohn von Wolfgang Petry, der zum Bedauern der Veranstalter nicht bei der Aufführung "seines" Musicals dabeisein möchte - jedenfalls nicht öffentlich erkennbar.

Sei's drum. Der Veranstalter Semmel-Concerts und die TaM-Chefin Sabine Kühn sind froh, dass bereits jetzt 70.000 Karten für die Vorstellungen bis zum 29. April verkauft wurden. Besonders die Vorstellungen an den Wochenenden sind sehr gut gebucht, sagt Daniela Grede, die bei Semmel-Concerts unter anderem für die Pressearbeit zuständig ist.

Restlos ausverkauft sind schon jetzt die beiden Vorstellungen am Samstag, 3. März, sowie die Nachmittagsvorstellung am Tag darauf. Für einige Wochenendvorstellungen gibt es nur noch wenige Karten. Etwas günstiger sieht es für die Vorstellungen an den normalen Wochentagen aus.

Schon jetzt steht aber fest, dass das Theater am Marientor nie leer aussehen wird. Es gibt keinen "Wahnsinnstag", an dem weniger als 800 Menschen im Theater am Marientor sitzen. Wichtig für die TaM-Leute ist, dass viele Gäste einen vergleichsweise weiten Anfahrtsweg nicht scheuen. Daniela Grede hat recherchiert, dass nach den Unterlagen aus dem Vorverkauf der durchschnittliche Anfahrtsweg der "Wahnsinn!"-Fans 107 Kilometer beträgt.

Der Erfolg von "Wahnsinn!" soll keine Ausnahme bleiben. Sabine Kühn ist zuversichtlich, dass auch im kommenden Jahr ein ähnlich erfolgreiches, wenn auch ganz anderes Musicals mehrere Monate im TaM laufen wird. Wenn die Verhandlungen so laufen, wie sie glaubt, wird sie im März Näheres mitteilen können. "Ich will das aber erst in ganz trockenen Tüchern haben, bevor ich damit an die Presse gehe", sagte sie gestern. Versprach aber, dass es ein "Coup" sein wird.

Dass es im TaM so gut läuft, habe auch mit Fleiß zu tun. Auch David Keller, Projektleiter bei Semmel- Concerts, ist voll des Lobes: "Die schöne Bauweise des Theaters am Marientor bietet ein ideales Besuchererlebnis. Von jedem Platz hat man perfekte Verhältnisse, den Konzerten oder Shows folgen zu können. Die Lage mitten im Ruhrgebiet sowie die Besucherkapazität, die es mit sich bringt, sprechen außerdem für den Standort."

Nach dem "Wahnsinn!" und auch noch zwischendurch gibt es ebenfalls Programm im TaM. An den spielfreien Montagen gibt es beispielsweise "Thunder from Down Under", eine akrobatisch-erotische Show für Frauen mit athletisch gebauten australischen Männern oder eine "Nacht des Musicals" (5. März) oder auch eine offenbar grandiose "Firebirds Burlesque-Show" am 26. März. Herbert Knebel kommt mit seiner Band am 24. April ins TaM. Das Schwarze Schaf feiert dort am 5. Mai das Finale, Johann König wird gewiss am 3. November das Haus füllen, und Wolfgang Trepper und Mary Roos präsentieren zum allerletzten Mal am 9. November im Theater am Marientor ihr Erfolgsstück "Nutten, Koks & Frische Erdbeeren.

Die Karten für "Wahnsinn!" kosten zwischen 37,90 und 74,90 Euro. Angeboten wird auch ein "Einfach-geil-Ticket" auf den besten Plätzen des Hauses mit Tour-Pass und Wolfgang-Petry-Freundschaftband (94,90 Euro).

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Niederrhein: Nach dem "Wahnsinn" geht es weiter


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.