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Wesel
Nach Streit um Umgehungsstraße: Grüne erneut für Nahverkehrskonzept

Wesel. Das Thema Umgehungsstraße durch das geplante Lackhausener Baugebiet "Am Schwan" ist in den vergangenen Tagen erst heiß diskutiert und dann Freitag zu den Akten gelegt worden - zu groß war der SPD-Druck auf die CDU geworden, die die Idee vorgebracht hatte. Jetzt melden sich die Grünen zu Wort. Man freue sich, so Fraktionsvorsitzender Ulrich Gorris, dass die großen Parteien sich dem Problem des immer weiter zunehmenden Autoverkehr widmen. "Allerdings zeigt der jüngste verkehrspolitische Vorschlag der CDU, wie sehr einige kommunalpolitische Akteure im Denken des letzten Jahrtausends stecken geblieben sind. Wohlstand und Zufriedenheit werden nur in immer neuen Wohngebieten mit neuen und immer breiteren Straßen in Natur und Landschaft gesehen", schreibt Gorris. Ziel einer zukunftsweisenden Verkehrspolitik müsse eine Verschiebung des Autoanteils auf die Systeme des Umweltverbundes, auf das Fahrrad, den ÖPNV und den Fußverkehr sein. Die Grünen plädieren dafür, die Quote der Fußgänger, der Radfahrer und Nutzer des ÖPNV auf über 60 Prozent zu steigern.

Im Januar haben die Grünen ein Nahverkehrskonzept für Wesel beantragt - das, so Gorris, stelle einen der wichtigsten Bausteine der Stadtentwicklung dar. Gorris: "Im Rahmen eines grünen Verkehrskonzeptes würde nicht nach dem schnellsten Weg zur Autobahn, sondern der kürzesten Radroute zum Bahnhof gesucht. Dann brauchen wir keine Autobahnauffahrt an der Brüner Landstraße, und die Schermbecker Landstraße muss nicht vierspurig ausgebaut werden."

Quelle: RP
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