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Kreis Wesel
Nahverkehr: CDU verteidigt Landrat

Kreis Wesel: Nahverkehr: CDU verteidigt Landrat
Die Diskussion um das ÖPNV-Angebot im Kreis geht weiter. Gestern stellte sich die Kreis-CDU hinter die Verwaltungsspitze. FOTO: Malz
Kreis Wesel. Fraktionschef Frank Berger kritisiert die Stellungnahme des SPD-Ortsvereins.

Die Kreis-CDU verteidigt in der Diskussion um den Nahverkehrsplan Landrat Ansgar Müller. "In dieser Angelegenheit stehen wir voll und ganz hinter dem Landrat", erklärte gestern Fraktionsvorsitzender Frank Berger.

"Dr. Ansgar Müller, Chef der Weseler Kreisverwaltung mit SPD-Parteibuch, und seine Mannschaft haben mit der Fortschreibung des seit Jahren bewährten Nahverkehrsplans ein überzeugendes Arbeitsergebnis vorgelegt", heißt es in der Mitteilung weiter. Deshalb sei nicht nachvollziehbar, dass ausgerechnet Müllers Parteigenossen aus dem SPD-Ortsverein Wesel (RP berichtete) diesen Plan unter Beschuss nähmen - kaum, dass er im Kreistag aus gutem Grund breite Zustimmung gefunden habe. Denn mit dieser Entscheidung werde für die Menschen im Kreis Wesel laut Berger auch in den kommenden Jahren ein Nahverkehrsangebot sichergestellt, das sich an der Nachfrage orientiere und das die finanziellen Möglichkeiten berücksichtige. Es sei keine Planung "aus dem hohlen Bauch", sondern Ergebnis einer intensiven Analyse durch ein renommiertes Verkehrsplanungsinstitut, das sich schon seit Jahrzehnten intensiv mit der Situation auch am Niederrhein beschäftigt, argumentiert die CDU.

Die Weseler SPD fordere im Kern für Wesel ein größeres Aangebot, als es die Fachleute vorsehen; dafür wollen sie "den Menschen in den anderen Städten und Gemeinden des Kreises ins Portemonnaie greifen". Dass die SPD Wesel bei ihrer Kritik am Kreistagsbeschluss ausschließlich die CDU in den Fokus rücke, ist für Frank Berger "leicht durchschaubare Spiegelfechterei": "Neben der CDU haben auch Landrat Dr. Ansgar Müller und fast die gesamte SPD-Kreistagsfraktion mit Ja gestimmt. Aus der SPD im Kreistag kamen nur eine einzige Nein-Stimme und eine Enthaltung".

Selbst die eigenen Parteifreunde haben die Weseler Genossen nicht von ihrer Idee überzeugt, mehr Busse durch ihren Ort zu schicken und dafür die Menschen in Moers, Dinslaken, Sonsbeck sowie den anderen Städten und Gemeinden des Kreises Wesel bezahlen zu lassen, so die CDU weiter. "Ganz im Gegenteil gab es auch bei der SPD klare Zustimmung zum Ziel, eine solche Nahverkehrsumlage zu verhindern und damit den guten Weg fortzusetzen, auf dem der Kreis Wesel glücklicherweise seit Jahren unterwegs ist."

Parallel untermauerten die Jusos im Kreis Wesel gestern ihre Kritik. Besonders das Pochen auf die Wirtschaftlichkeit des Nahverkehrs bringe keine substanziellen Verbesserungen für junge Menschen

Quelle: RP
 
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