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Wesel/Hamminkeln
Name für Weseler Pils gesucht

Wesel/Hamminkeln. Edeka-Kaufmann Sven Komp und der Hamminkelner Braumeister Wilhelm Kloppert haben ein naturtrübes Premiumbier entwickelt, das ab Mai in den drei Komp-Märkten angeboten werden sollen. Von Klaus Nikolei

In den Regalen vieler Supermärkte finden sich in jüngster Zeit immer mehr Produkte aus der Region. In den drei Edeka-Komp-Filialen in Lackhausen, Obrighoven und Mehrhoog soll dieses Angebot ab Mai um ein naturtrübes, hochwertiges Bier aus Wesel erweitert werden. Die Idee dazu stammt vom Edeka-Kaufmann Sven Komp, dem bei der Realisierung des Projekts "Ein Bier von hier" sein alter Kumpan Wilhelm Kloppert zur Seite steht. Der Braumeister aus Hamminkeln ("Feldschlösschen") zeichnet nämlich für die Rezeptur des naturtrüben Pilseners verantwortlich, das zunächst einmal bei einer Partnerbrauerei in der Region hergestellt werden soll.

Noch allerdings ist unklar, wie das Bier, das preislich zwischen einem Premium-Pils und einem handwerklich gefertigten Craft Beer liegen soll (0,33-Liter-Flasche knapp unter einem Euro), heißen wird. "Wir haben über Facebook einen Aufruf gestartet und bereits mehr als 160 Vorschläge gesammelt", sagt Sven Komp, der von dem Ideenreichtum der Einsender begeistert ist und der schon "immer von einem eigenen Bier geträumt hat". Noch bis einschließlich nächsten Dienstag läuft die Aktion. Anschließend werden Komp, Koppert, Peter van Nahmen, Chef der bekannten Hamminkelner Süßmosterei, und die aus Hamminkeln stammende und in München lebende Grafikerin Isabel Große Holtforth alle Einsendungen sichten und den besten Namen ermitteln. "Es gewinnt am Ende sicher nicht der lustigste Einfall, denn es geht darum, einen passenden Namen für ein ernsthaftes und auf Dauer angelegtes, regionales Produkt zu finden", sagt Sven Komp. Vorschläge wie "Klausthaler" (in Anlehnung an seinen Vater Klaus Komp) oder "Kloppo-Bier" findet er zwar originell, aber letztlich nicht passend. "Und auf keinen Fall wird unser Pilsener ,Weseler Eselplörre' oder so ähnlich heißen."

Ist der Name gefunden, wird sich Isabel Große Holtforth, die schon die Etiketten der hochwertigen van-Nahmen-Säfte gestaltet hat, mit dem Entwurf der Banderole beschäftigen. Anschließend muss das sechs Monate haltbare Bier gebraucht, abgefüllt und in die drei Edeka-Märkte geliefert werden, wo es, wie gesagt, ab Mai angeboten werden soll. Sollte das Produkt bei den Kunden ankommen, könnten sich Sven Komp vorstellen, weitere Sorten wie Hefe-Weizen oder Radler brauen zu lassen.

Apropos Brauen: Die ersten 1000 bis 1500 Liter werden, wie gesagt, bei einer regionalen Partnerbrauerei hergestellt. Allerdings plant Wilhelm Kloppert in Hamminkeln den Bau einer neuen Brauanlage in den Räumen der Feldschlösschen-Brauerei. Dort will er künftig hochwertige Craftbiere und natürlich auch das Weseler Pils produzieren.

Infos: An der Kampagne unter dem Slogan "Gib uns Biernamen", die noch bis zum 15. März läuft, kann sich jeder ab 18 Jahren beteiligen. Vorschläge können per Mail an info@komp.de geschickt werden. Der Gewinner der Aktion erhält 100 Flaschen des neuen Weseler Bieres.

Quelle: RP
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