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Schermbeck
Naturdenkmal eingeknickt

Schermbeck. Eine unter Schutz stehende Kastanie in Damm weist starke Schäden auf.

Theo Krul hatte abends gegen 23 Uhr auf der Terrasse gesessen und in der Ferne ein knackendes Geräusch gehört, dessen Ursachen er im näheren Umfeld des Hauses in der Dunkelheit nicht zuordnen konnte. Erst am nächsten Morgen entdeckte er am Ende seines langen Grundstücks, dass Teile einer Kastanie abgebrochen und auf sein Grundstück gefallen waren. In der Nacht vom Donnerstag auf den Freitag brachen Teile der Kastanie ab. Auch Theo Kruls Nachbarin Erika Copi hatte den Schaden an der Kastanie entdeckt und die Polizei benachrichtigt. Die Polizei sperrte den Bereich ab.

Theo Krul informierte parallel dazu die Untere Landschaftsbehörde des Kreises Wesel. Der für Naturdenkmale zuständige Sachbearbeiter Peter Küster kam am Freitag nach Damm, um das Schadensausmaß in Augenschein zu nehmen. "Ich konnte bei der Gemeinde am Freitagnachmittag keinen Mitarbeiter erreichen", berichtet Theo Krul von seinem vergeblichen Versuch, den Schaden bei der Gemeinde zu melden.

Die jetzigen Schäden kommen nicht unangekündigt. In der Vergangenheit wurden mehrfach morsche Teile entfernt. Ein Seil wurde zwischen den Hauptästen gespannt, um Spreizungen des Astwerks besser beobachten zu können. Ein solches fast armdickes Spannseil ist in der Nacht von Donnerstag auf Freitag zerrissen.

Als die Gemeinde am Montag von dem Schaden erfuhr, hat der Straßenbau-Ingenieur Günter Gätzschmann sofort einen Sachverständigen beauftragt, das Schadensausmaß zu dokumentieren. Immerhin handelt es sich um ein Naturdenkmal. "Der ehemalige Kommunalverband Ruhrgebiet (heute RVR) hat sich bereits im Jahre 1989 mit dem Baum befasst, berichtet Peter Küster. Der Kreis Wesel sei seit dem Jahre 2000 beteiligt gewesen.

(hs)
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