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Wesel
Naturerlebnis an den Ufern des Rotbachs

Wesel: Naturerlebnis an den Ufern des Rotbachs
Der Rotbachsee in Dinslaken-Hiesfeld ist ein beliebtes Angelgewässer. FOTO: Büttner Martin
Wesel. Von der Rheinmündung in Voerde bis nach Dinslaken-Hiesfeld bietet der Rotbach-Wanderweg reizvolle Aussichten und die Gelegenheit, immer wieder etwas Neues zu entdecken. Von Florian Langhoff

Wer an die Mündung des Rotbachs möchte, der muss einen ungewöhnlichen Weg nehmen: Nahe dem stillgelegten Kraftwerk Voerde führt ein schmaler Pfad in Richtung Rhein. Dort gibt es einen besonders schönen Blick. Von einer kleinen Brücke über den Bachlauf schaut man direkt auf den Fluss. Flankiert von Büschen und Bäumen fließt der Rotbach hier so versteckt, dass man selbst das Kraftwerk durch das dichte Blätterdach kaum wahrnimmt.

Bachaufwärts führt der Weg über die Frankfurter Straße in den Wohnungswald. Für kurze Zeit verliert man den Bach aus den Augen, trifft dann aber auf eine Lichtung und kann sich bis ans Wasser heranwagen. Spaziergänger können sich hier ganz auf das Erlebnis Wald einlassen. Bänke laden zum Verweilen ein, es duftet nach frisch gefallenem Herbstlaub und das Licht, das durch die Baumkronen auf die Wege fällt, ist ein ganz besonderes. Mitten im Wald führt eine Brücke über den Rotbach. Folgt man dem Wanderweg weiter, gelangt man in den Dinslakener Stadtteil Eppinghoven. Am Küstermannsweg gibt es einen Kinderspielplatz, an dem sich eine Pause einlegen lässt.

Ein großartiges Schauspiel: Sonnenuntergang am Rotbachsee FOTO: Martin Büttner

Der Pfad quert die Eppinkstraße und wird wieder zum Fuß- und Radweg, der direkt am Rotbachufer entlangführt. Über mehrere Holzbrücken - gute Aussichtspunkte, um Fischreiher und Enten zu beobachten - führt der Weg in die Dinslakener Altstadt. Rund um den Altmarkt gibt es kleine Kneipen, eine Eis-Boutique und gemütliche Restaurants. Ganz in der Nähe lädt das Stadthistorische Museum Voswinckelshof zum Besuch ein. Der Rotbach selbst verschwindet hier für eine kurze Strecke im Untergrund, um dann an der Bachstraße wieder aufzutauchen. Der Weg quert die Schlossstraße und wird erneut zum Pfad, der an beiden Ufern - gesäumt von mächtigen Bäumen - bis an die Thyssenstraße führt. Dort hört man das Wasser rauschen. Es fließt aus einem Tunnel, denn unter dem Gelände des ehemaligen Metallwerks Dinslaken verläuft das Gewässer unterirdisch. Rotbachwanderer müssen hier einen kleinen Umweg in Kauf nehmen, bevor sie an der Krengelstraße wieder auf den offenen Bachlauf stoßen.

Hinter Gärten geht es weiter direkt am Bach entlang. Ein Stück des Weges wird derzeit von der Stadt Dinslaken ausgebaut, das macht einen kleinen Umweg durchs Zentrum von Hiesfeld nötig. Eine weitere Gelegenheit, in einem der Cafés eine Pause einzulegen. Auf der anderen Seite der Oberhausener Straße schlängelt sich der Bach zwischen Bäumen und Büschen hindurch, und man hört ihn mehr, als dass man ihn sieht. Wenn man ihn dann wieder erblickt, traut man seinen Augen nicht: Er fließt plötzlich rückwärts. Ein Pumpwerk sorgt dafür, dass das Gewässer trotz Bergsenkungen einen geregelten Abfluss hat, es fördert das Wasser über eine Druckrohrleitung bis zu einem Punkt, an dem der Bach wieder in freiem Gefälle fließen kann.

An der Hiesfelder Wassermühle empfiehlt sich ein weiterer Stopp. In dem alten Gebäude ist ein Mühlenmuseum untergebracht. Es präsentiert über 60 handgearbeitete Mühlenmodelle aus aller Welt. Wenige Meter weiter erreicht der Wanderer den Rotbachsee, der sich auf einem Spazierweg umrunden lässt. Ein schöner Platz, um die Natur zu genießen, Wasservögel zu beobachten oder Angler, die an den Ufern ihr Glück versuchen. Wer möchte, kann von hier aus weiter dem Bachlauf ins Rotbachtal folgen, wo abwechslungsreiche Wanderwege durch die Kirchheller Heide bis zum Heidesee oder zur Grafenmühle führen.

Quelle: RP
 
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