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Hamminkeln
Neue Asylheime: Es hakt noch beim Brandschutz

Hintergrund: Flüchtlinge in Turnhallen
Hintergrund: Flüchtlinge in Turnhallen
Hamminkeln. Bei den Unterkünften an der Diersfordter Straße und der Rathausstraße entsprechen die Außentreppen nicht den Anforderungen. Deshalb verzögert sich die Belegung.

In unterschiedlichen Ländern gelten unterschiedliche Baustandards. Das verursacht jetzt Probleme bei der Belegung der neuen Asylunterkünfte in Hamminkeln an der Diersfordter Straße und an der Rathausstraße. Hier hat die Stadt auf niederländische Modulbauweise gesetzt. Doch die Außentreppen entsprechen nach Auskunft von Bürgermeister Bernd Romanski nicht den deutschen Brandschutzvorschriften. Deshalb verzögert sich die Belegung.

62 Plätze für Flüchtlinge fehlen nun im eilig gestrickten Ausbauprogramm, das Hamminkeln 2016 eine Rekordneuverschuldung beschert. Wo der Fehler liegt, wurde gestern nicht klar. Offensichtlich aber wurden bei der Auftragsvergabe nicht die unterschiedlichen Sicherheitsstandards berücksichtigt. Das hat Folgen auch an anderer Stelle.

Eine siebenköpfige Familie sollte gestern aus der Unterkunft der ehemaligen Grundschule Ringenberg umziehen. Die ist aber ohnehin teils noch belegt - aktuell mit 48 Personen. Ursprünglich war den Ringenbergern in einer Bürgerversammlung zur Flüchtlingsfrage zugesichert worden, dass die Grundschule zum Jahresende 2015 wieder frei ist. Romanski sagte gestern, dass man mit dem Brandschutzproblem nicht gerechnet habe und nun "die Logistik nicht so aufgeht wie geplant". Es dauert wohl von der ersten bis zur vierten Kalenderwoche, bis die Treppen nachgerüstet sind und die Umzüge vonstatten gehen können. Im Plan ist dagegen der Bau der Unterkünfte in der Daßhorst. Gegen Ende Februar wird wohl die Hogenbuschhalle wieder frei für den Sport sein. Die Stadt will die Flüchtlinge zwecks Schul- und Kindergartenbesuchs im Ortsteil unterbringen und neue Kapazitäten - an der Handwerkerstraße wird gebaut - für 190 Personen vorhalten. Im Wohncontainer in Brünen leben aktuell 34 Personen, so dass noch Kapazitäten für acht bis 16 Personen bestehen.

(thh)
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