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Wesel
Neue Brandstraße wertet die City auf

Wesel: Neue Brandstraße wertet die City auf
Mit einem kleinen Fest wurde gestern das Ende der Bauarbeiten an der Brandstraße gefeiert. FOTO: Fritz Schubert
Wesel. Nach 13 Monaten Bauzeit ist die Ost-West-Verbindung parallel zur Fußgängerzone fertig. An ihrer Gestaltung sollen sich die weiteren Innenstadt-Großprojekte orientieren: die Erneuerung der Bau- und der Neustraße. Von Fritz Schubert

Bis auf ein paar Kleinigkeiten wie Sitzgelegenheiten in Höhe des Technischen Denkmals Wasserturm gilt die Brandstraße jetzt als fertig. Das Ende der Bauarbeiten wurde gestern mit einem kleinen Fest in der Mitte des Straßenzuges gefeiert. Bürgermeisterin Ulrike Westkamp sprach von einem "schönen Termin" und ließ auch die Belastungen für die Anwohner nicht unerwähnt. Immerhin hat es satte 13 Monate gedauert, aus dem 50er- Jahre-Zustand eine den heutigen Anforderungen entsprechende neue Straße zu machen. Sie soll unter anderem mehr Komfort bieten, was sich an einer barrierearmen Pflasterung ablesen lässt.

Mit 2,75 Meter Breite bieten die Parkplätze in der Mitte mehr Fläche als gewöhnlich. Die Idee der Schrägaufstellung kam bei einer Bürgerversammlung aus der Anwohnerschaft. Außerdem wurde eine E-Bike-Ladestation ins Programm genommen.

Stark frequentiert wird sie bald wieder sein, ist die Brandstraße doch eine wichtige Ost-West-Verbindung parallel zur Fußgängerzone. Und sie dient jetzt als Blaupause für die weiteren anstehenden Großprojekte in der Innenstadt. Wie mehrfach berichtet, sollen als nächste Vorhaben die Bau- und die Neustraße nach ähnlichem Muster erneuert werden. Ebenfalls mit Sanierung der Kanalisation, einem Begrünungskonzept und Sitzplätzen. Ulrike Westkamp berichtete in ihrer kleinen Ansprache vor Gästen aus Politik und Verwaltung sowie Vertretern der beteiligten Firma und Anwohnern auch von der positiven Wirkung der neuen Fußgängerzone aufs Gesamtbild (Stichwort Fassadenprogramm). So hätten dort einige Eigentümer nachgezogen und die Optik ihrer Immobilien verbessert. Ähnliches erhoffe sie sich nun auch an der Brandstraße. Wie bei jedem Straßenneubauprojekt der jüngsten Vergangenheit spielt hier auch Aufenthaltsqualität eine Rolle. Unterstützt werden die Verbesserungen durch ein zentrales grünes Band, das dem Mikroklima zugutekommen soll. Es gibt 15 Bäume, ferner Sträucher und Beete.

Die luftig wirkende neue Erscheinung der Brandstraße geht unterm Strich natürlich zulasten von Parkplätzen. Anwohnern wurde bereits nahegelegt, Dauerstellplätze im Kaufhof-Parkhaus anzumieten. Die kosten 45 Euro im Monat und sollen derzeit noch verfügbar sein.

Gleich miterledigt worden sind Bauarbeiten an der von der Brandstraße abzweigenden kleinen Windstege neben dem Kaufhof-Komplex. Hier war ein etwa 45 Meter langer Abschnitt zwischen der Brandstraße und der Fußgängerzone anzupassen. Nun gibt es auf beiden Seiten einen zwei Meter breiten Bürgersteig mit Flachbord. Stellplätze wurden so angelegt, dass sie den Anlieferverkehr für den Kaufhof nicht beeinträchtigen. Kanalarbeiten waren in der Windstege nicht nötig.

Die Spitzabrechnung für das Vorhaben läuft noch, doch werden die Gesamtkosten in einer Größenordnung von etwa 1,05 Millionen Euro liegen. Sie setzen sich zusammen aus 702.000 Euro für den Straßenbau und 350.000 Euro für den Kanalbau. Am Straßenbau ist die Stadt mit 177.000 Euro beteiligt. 291.000 Euro flossen als Fördergeld. Die Anlieger müssen 234.000 Euro aufbringen.

Quelle: RP
 
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