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Hamminkeln
Neue Pläne am Rathaus Mitte des Jahres

Hamminkeln. Die Politik verlängerte Veränderungssperre für die Innenstadt zu letzten Mal. Parallel laufen Verhandungen. Von Thomas Hesse

Etwas behindern, damit hinter den Kulissen an einer neuen Lösung gearbeitet werden kann: Diesen Weg wählte gestern der Hamminkelner Planungsausschuss einstimmig. Er verlängerte eine sogenannte Veränderungssperre für den Bebauungsplanentwurf Nr. 30 "Am Rathaus" - letztmalig und für die Dauer eines Jahres. So lange darf im Bereich neben und hinter dem Rathaus und an der alten Schmiede bis Hellefisch und Brüner Straße kein Bauprojekt in die Wege geleitet werden. Nach Jahresfrist müssen Bauanträge bewillligt werden. In dieser Zeit sollen Pläne entstehen, an denen nach Angaben der Verwaltung zwei Grundstücksbesitzer arbeiten. Bis Mitte des Jahres könnten diese vorliegen, erklärte Hamminkelns Bürgermeister Bernd Romanski (SPD) gestern.

Sollte eine Bebauung realisiert werden, wäre dies im Zusammenhang mit den künftigen Geschäftshäusern an der Raiffeisenstraße eine weitere Aufwertung des Ortskerns und seiner Einkaufsfunktion. Die Veränderungssperre schafft Zeit, etwas Neues zu entwickeln. Die Verwaltung hat erste Gespräche geführt.

Die Eigentümer sollen bereits ein Planungsbüro beauftragt haben. "Liegen Mitte des Jahres Pläne auf dem Tisch, steigt die Realisierungswahrscheinlichkeit stark", formulierte der Verwaltungschef. Auf die Frage, ob die Stadt nicht selbst Flächen benötige, antwortete er, dass das Projekt Parkmöglichkeiten bieten könne, die für die gesamte Innenstadt wichtig seien. Ob das ein Hinweis auf die Nutzung des Brachgrundstücks und früheren Kleingartens direkt neben dem Rathaus sein sollte, blieb unklar.

Zuvor hatte die Hamminkelner SPD im Ausschuss eine Debatte darüber entfacht, die die Strategie zur Innenstadtstärkung zu konterkarieren drohte. Es existiert ein Einzelhandelskonzept, das mit der Hamminkelner Liste festschreibt, welche Handelsangebote in der City gewollt sind und welche in den Gewerbegebieten Daßhorst und Güterstraße als Bestandsschutz erlaubt sind. Letztere legte der Ausschuss gestern neu fest, wobei die SPD ausscherte, obwohl sie das Einzelhandelskonzept stets mitgetragen hatte.

An der Daßhorst fand sie den Vorschlag zu einengend und stimmte mit der USD dagegen. CDU und FDP reagierten sichtlich irritiert auf dieses Abstimmungsverhalten. Stutzig geworden, enthielt sich die SPD schließlich bei der Güterstraße der Stimme und sicherte zu, fraktionsintern noch einmal in sich zu gehen.

Quelle: RP
 
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