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Wesel
Neue Pläne für Wohnen am Dom

Wesel: Neue Pläne für Wohnen am Dom
Am Altenheim am Willibrordiplatz - hier die Ansicht vom Hansaring aus - ist der gut 50 Jahre alte Nordflügel (links) zu ersetzen oder umfangreich zu renovieren. FOTO: Klaus Nikolei
Wesel. Das Evangelische Krankenhaus will ein weiteres Heim bauen und denkt an Ersatz oder Umbau des Alttrakts in der Stadt. Von Fritz Schubert und Klaus Nikolei

Das Christophorus-Haus in Hamminkeln, das Haus "Kiek in den Busch" in Wesel, und das Altenheim am Willibrordiplatz: Mit Pflegeeinrichtungen kennt sich das Evangelische Krankenhaus Wesel (EVK) aus. Gern griff die Leitung bei der Anfrage des Kreises Wesel zu, auch in Büderich aktiv zu werden. Die konkrete Planung stellten EVK-Geschäftsführer Rainer Rabsahl und André Gorres, zuständig für die Senioreneinrichtung des Krankenhauses, gestern im Sozialausschuss vor. Außerdem erläuterte Rabsahl am Rande im Gespräch mit unserer Zeitung eine Idee für das Heim am Dom, die teils mit dem Neubau-Projekt in Zusammenhang steht.

Wenn nach einem symbolischen Spatenstich im Herbst das "Senioren-Quartier Büderich", so der Arbeitstitel, in etwa eineinhalb Jahren fertig ist, könnte dies als ideales Ausweichdomizil dienen. Am Weseler Dom wiederum ist der gut 50 Jahre alte Nordflügel (der Südflügel ist erst 20 Jahre alt) dringend neu zu gestalten. Er ist noch funktionstüchtig, genügt aber nicht mehr den modernen Anforderungen. Einen Beschluss, ob er abgerissen werden und durch einen Neubau ersetzt werden soll oder ob eine umfangreiche Renovierung in Angriff genommen wird, gibt es noch nicht. Aber das Thema steht auf der Tagesordnung für die Gesellschafter. Dies sind die Evangelische Kirchengemeinde Wesel, die dazughörige Sittard-Stiftung, die von der Stadt betreute Hohe-Haus-Stiftung sowie die Offermannstiftung. Der Bewohnerbeirat des Heimes ist ebenfalls informiert.

Krankenhaus-Chef Rabsahl, der seit vier Jahren auch Geschäftsführer des Heims am Willibrordi-Dom ist, hält die Gelegenheit für günstig, zumal "mit einer eingespielten Mannschaft von Bewohnern und Heimmitarbeitern" übergangsweise das neue Haus in Büderich bezogen werden könnte. Nach Beendigung der Arbeiten am Dom, könne, wer es wolle, wieder in die Innenstadt zurückkehren. Im bereits mehrfach umgebauten Nordflügel, so Rabsahl, sei eine Grundrenovierung im laufenden Betrieb jedenfalls nicht zu realisieren.

Mindestens 80 Prozent Ein-Bett-Zimmer und für alle Einheiten innenliegende Bäder: Das sind die heute geltenden Anforderungen. Die neue Anlage entlang der Platanenallee (Weseler Straße) in Büderich wird 60 reguläre Plätze bieten, ferner 16 für die Tagespflege sowie 15 bis 22 barrierefreie Senioren-Wohnungen. Investiert werden rund 8,5 Millionen Euro. Die gut 5000 Quadratmeter große Fläche ist bereits mit einer Rodung für das Projekt vorbereitet worden. Kommen die seit Wochen laufenden Gespräche mit der Stadt, auf deren Grundstück die beiden Objekte (siehe Box links) gebaut werden sollen, zu einem guten Ergebnis, hofft Rabsahl "auf einen symbolischen Spatenstich im Herbst". Er rechnet mit einer Bauzeit von 18 Monaten.

Der Ausschuss begrüßte das Projekt. "So etwas fehlt in Büderich. Mittlerweile ziehen die Leute schon in Heime nach Alpen oder Spellen", sagte Ulla Hornemann (SPD). Und Karl-Heinz Ortlinghaus (CDU) erklärte, "dass unsere Fraktion möchte, dass das Projekt bald zustande kommt. Wir sind sehr an einer guten Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und EVK interessiert".

Quelle: RP
 
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