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Wesel
Neuer Post-Zustellstützpunkt ist jetzt eröffnet

Wesel. Uwe Brinks, Produktionschef und Bereichsvorstand der Deutschen Post DHL Group, hat gestern den neuen Zustellstützpunkt an der Mercatorstraße mit Bürgermeisterin Ulrike Westkamp eröffnet. Schon seit rund zwei Wochen sind die 90 Mitarbeiter nicht mehr im bisherigen Gebäude am Berliner-Tor-Platz mit der Sortierung von Post und Paketen beschäftigt, sondern hier. Notwendig wurde der Umzug durch das ständig steigende Paketvolumen über den Internethandel. Die bisherigen Räume waren nicht nur zu klein, sondern auch ungeeignet, weil nicht barrierefrei.

Brinks bezeichnete im Kreise der Zusteller den neuen ebenerdigen Standort als Fortschritt. Er sei Teil eines 750-Millionen-Projekts. Denn die Post investiert massiv ins Paketgeschäft, was weitere neue Stützpunkte in der Nähe beweisen - etwa in Moers, Rheinberg und Dinslaken. Die Arbeitsbedingungen haben sich hier deutlich verbessert. So sind die Laderampen überdacht und vor Wind und Wetter geschützt. Ein flexibles System sorgt für verschiebbare Wände - je nach Bedarf.

Über 75 mal 80 Meter erstrecken sich die 6000 Quadratmeter Grundfläche des neuen Zustellstützpunktes der Post auf dem Gelände mit anderen Firmen an der Mercatorstraße 38. Das 1544 Quadratmeter große Gebäude umfasst Lager, Funktionsräume und Büros. 90 Beschäftigte sind hier tätig. Es gibt zwölf Tore für die Paketzusteller und zwei Senken für eine ebenerdige Anlieferung der Lkw.

Westkamp thematisierte den Wandel der Post vom Beamtenapparat zum Logistikunternehmen. Sie freut sich über die Veränderung und die Sicherung der Arbeitsplätze. Und sie lobt, dass die Menschen weiterhin ihre alltäglichen Postgeschäfte am Berliner Tor sowie in den Stadtteilen erledigen können. Wesel habe mit dem Zustellstützpunkt eine Vorreiterrolle übernommen. Zukünftig werden von der Mercatorstraße aus knapp 50 Zustellbezirke mit mehr als 32 000 Haushalten in Wesel mit Briefen und Paketen versorgt. Bei 30 dieser Bezirke handelt es sich um Verbundbezirke, sprich: Hier liefern Zusteller Briefe und Pakete gleichzeitig aus. Tag für Tag kommen rund 41 000 Brief- und Paketsendungen zu den Weselern - zu Fuß, mit dem Fahrrad oder per Pkw.

Das neue Gebäude wurde vom Ehepaar Sondermann aus Hamminkeln errichtet, dem das Grundstück gehört, und an die Post verpachtet. Nur sieben Monate dauerten die Bauarbeiten auf dem Gelände, das den Fuhrpark der Post beherbergt. Der neue Standort wirkt sich auch am alten aus: Rund um die Hauptpost wird das verminderte Verkehrsaufkommen sicher spürbar sein. Denn bei der Friedrichstraße handelt es sich um einen vielbefahrenen städtischen Abschnitt.

(P.H.)
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