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Hamminkeln
Neuer Raum für Brünens Schätze

Hamminkeln: Neuer Raum für Brünens Schätze
FOTO: privat
Hamminkeln. Projektgruppe sammelt alles zur Dorfgeschichte und will Dokumente professionell vor dem Vergessen bewahren. Sie ruft alle Brüner auf, nach historischem Material in ihrem Besitz zu suchen und sich zu melden. Von Thomas Hesse

Mit der neuen Initiative Bürger für Brünen, die sich um Zukunftsprojekte des Dorfes kümmert, ist auch eine Arbeitsgruppe entstanden, die die Geschichte des Dorfes im Blick hat. Sie heißt Projektgruppe Historisches Brünen und hat jetzt einen ersten Erfolg erzielt im Bemühen, Erinnerungen an Brünens Geschichte zu bewahren, sie sachgerecht aufzuarbeiten und vor dem Vergessen sowie dem Zerfall zu sichern.

In einem Raum im Brüner Pastorat - nebenan ist auch das Kirchenarchiv untergebracht - findet die Gruppe gute Arbeitsbedingungen. Das Presbyterium hat am Donnerstag die Zusage gegeben, den Platz nutzen zu dürfen. Da fügt es sich gut, dass der Brüner Günter Heiligenpahl ein Fachmann im Umgang mit historischen Materialien ist - im Kirchenarchiv wie auch im Lutherhaus in Wesel. "Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, alle Brüner aufzurufen, nach historischem Material in ihrem Besitz zu suchen und dieses unserem Archiv leihweise oder als Kopie zur Verfügung zu stellen. Mit der Archivierung soll auch die Digitalisierung des Materials zur Sicherung einhergehen", sagt Rolf Brögeler von der Arbeitsgruppe.

Der jetzt zur Verfügung stehende Raum biete die Möglichkeit, einen Ort für die fachgerechte Archivierung einzurichten. Also Dokumente vor dem Verfall zu schützen, sie dauerhaft zu lagern und aufzuarbeiten. Aktuell bittet die Projektgruppe, alle Brüner und diejenigen, die sich mit dem Dorf verbunden fühlen, nach Bildern aus der Zeit vor 1945 zu suchen und anzubieten. Auch alte Post- oder Ansichtskarten des Dorfes und seiner Umgebung werden gesucht. Wer Material zur Verfügung stellen will, wird gebeten, sich bei der Projektgruppe Historisches Brünen (Rolf Brögeler, Telefon: 02856 1254 oder E-Mail: rolf-broegeler@t-online.de) zu melden.

Brögeler weiß als Vorsitzender der Brüner Plattspräker und langjähriger Präsident der Schützen St. Johann von 1608, dass auch bei Vereinen viele geschichtliche Unterlagen und Festschriften vorhanden sind. Sie stellen als Teil der Dorfgeschichte wichtige Dokumente über das Leben früher und heute dar. Denn im Ort waren immer viele Vereine tätig. Was in ihren Annalen verzeichnet wurde, gehört zur Alltagsgeschichte der Menschen. "Die Einrichtung des Archivs hat unter den Brünern schon viel Interesse geweckt und so wurden uns einige Nachlässe von historischen Dokumenten zur Aufbewahrung übergeben", sagt Rolf Brögeler. Er erinnert an Wilhelm Elmer, der fünf Bücher über Brünen verfasst hat, oder den früheren Bürgermeister und späteren Bundespolitiker Erwin Holsteg, dessen Familie schon Material zur Verfügung gestellt hat. "Die Unterstützung ist da, wir wollen nun kanalisieren, was an historischen Hinterlassenschaften vorhanden ist", sagt Brögeler.

Besonders die Möglichkeit, ein zentrales Archiv einzurichten, stellt das Bewahren der Ortsgeschichte auf neue Füße. "Wir wollen professionelle Aufbewahrung der Materialien. Manches liegt sicher bei den Brünern herum, was nicht sachgerecht untergebracht ist. Bevor es verlorengeht, können wir uns darum kümmern", sagt Rolf Brögeler. Die Chancen für ein gut ausgestattetes Archiv stehen also gut. Vielleicht wird eines Tages mehr daraus.

Quelle: RP
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