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Kreis Wesel
"Niklas" stoppt Züge und pustet Aufsatz vom Schloss

Kreis Wesel: "Niklas" stoppt Züge und pustet Aufsatz vom Schloss
Enthauptet präsentiert sich seit gestern Mittag die Spitze der Turmhaube am Ringenberger Schloss. Ihr Aufsatz landete im Wassergraben. FOTO: privat
Kreis Wesel. Sturmtief sorgt im Kreis Wesel für umgestürzte Bäume und abgerissene Äste. Lkw in Dingden in den Graben gedrückt.

Wolfgang Kostujak übte im Ringenberger Schloss gerade das "Wohltemperierte Klavier" von Bach, als ihm gestern, Punkt 12, ein Schreck in die Glieder fuhr. Ein lauter Rumms hatte das Gemäuer erschüttert. Genau über dem Musiker hatte Sturmtief "Niklas" zugeschlagen und einen Aufsatz von der Turmhaube gepustet. Die Konstruktion mit Wetterfahne schlug auf dem Weg in die Tiefe noch ein Loch ins Dach und landete im Wassergraben. Passiert ist Kostujak zum Glück nichts. Nur muss, mal wieder, die offenbar anfällige Turmspitze repariert werden.

Unterdessen ging am Weseler Bahnhof, wie auch an allen anderen Stationen in NRW, längst nichts mehr. "Niklas" hatte so viele Bäume und Äste auf die Strecken gefegt, dass der Bahnverkehr bis zum Abend zum Erliegen kam. Die Feuerwehr musste den ganzen Tag über immer wieder ausrücken, um Straßen zu räumen. In Hünxe beispielsweise hatten Wehr und Bauhof-Team schon gegen 8.30 Uhr mit ersten Sturmfolgen zu tun. Auf der Dorstener Straße stürzte eine Linde um. In Dingden auf dem Alten Rheder Weg drückte der Wind einen Lkw in den Graben. Nach der Bergung konnte er verdreckt, aber fast unbeschadet weiterfahren. Wesels Rheinbrücke musste nicht gesperrt werden, der Verkehr lief dort reibungslos.

(fws/gasch)
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