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Niederrhein
Noch Beratungsbedarf bei neuem VRR-Tarif

Niederrhein. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen, aber das Thema weiter auf den Weg gebracht worden. Wie berichtet, befasste sich der Ausschuss für Tarif und Marketing des VRR mit der Tarifstruktur des Verkehrsverbundes. Aus Sicht des Gelderlandes besonders interessant ist hier die vorgeschlagene Änderung der Preisstufen. Wer mit dem Zug von Geldern oder Kevelaer nach Düsseldorf fährt, zahlt für die Fahrt den höchsten VRR-Tarif, Preisstufe "E". Von Sebastian Latzel

Genau so, als würde er von Kleve nach Wuppertal fahren, oder von Mönchengladbach nach Oer-Erkenschwick. Und das, obwohl die Entfernung gar nicht so groß ist. Hintergrund ist immer noch die Verschmelzung der Altverbünde VGN (Niederrhein) und VRR (Ruhrgebiet) zu einem großen Verbund. Das hat heute noch zur Folge, dass es teurer ist, wenn man aus dem früheren VGN-Gebiet in den früheren VRR-Bereich fährt. Die höchste Preisstufe E ist nur in Nord-Süd-Richtung fällig (von VGN zu VRR) und nicht auf vergleichbar langen Strecken in Ost-West-Richtung, die nur im VRR-Gebiet erfolgen.

Dieses Ungleichgewicht soll aufgehoben werden. Auch weil landespolitisch die "Tarifharmonisierung" gefordert wird - eine Gleichbehandlung der Fahrgäste. Geplant ist konkret, die bisherigen Preisgruppen D und E zusammenzufassen. Für Fahrgäste aus Kevelaer oder Geldern würde es günstiger, wenn sie nach Düseldorf müssen. Derzeit kostet das Einzelticket im Bereich "D" 13,70 Euro, im Bereich "E" 17,30 Euro. "Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen", sagte VRR-Sprecher Holger Finke gestern.

Das Gremium sieht noch Rücksprache-Bedarf. Daher wird im politischen Raum weiter darüber diskutiert. Ziel sei aber weiter, dass eine Entscheidung dazu am 19. Juni im Verwaltungsrat fällt. Die Änderung soll Anfang 2016 greifen.

Quelle: RP
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