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Wesel
"Notinsel": 40 Geschäfte helfen

Wesel. Notinsel-Projekt als Anlaufstelle für Kinder trifft auf erhebliche Resonanz. Auch das Jugendamt, das Marien-Hospital und die Polizei unterstützen die Aktion. Schirmherrin ist Prof. Dr. Monika Gappa. Von Thomas Petrikowski

Das von Anne Oberdorfer, Chefin des Mehrgenerationenhauses in Schepersfeld, und Sabine Ostrop, Geschäftsführerin von Mensing, initiierte Notinsel-Projekt (RP berichtete) in Wesel hat Früchte getragen. 40 Geschäfte beteiligen sich an der beispielhaften Aktion. "Das zeigt, dass Wesel ein offenes Herz für Kinder in Not hat", zeigt sich Oberdorfer hochzufrieden über die große Resonanz. Am 11. September ist der offizielle Beginn der Aktion (siehe Info).

Mitarbeiter werden geschult

Dann wird an den Türen der teilnehmenden Geschäfte ein Aufkleber, auf dem drei bunte Figürchen und die Aufschrift "Notinsel – Wo wir sind, bist du sicher" zu sehen sind, angebracht. Ziel ist es, als Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche in Not zu dienen. "Kinder sind immer öfter Gefahren ausgesetzt und brauchen unsere Hilfe", meint Anne Oberdorfer. Ihre Mitstreiterin Sabine Ostrop schlägt in die gleiche Kerbe. "Die Kinder können aber auch mit kleinen Dingen zu uns kommen, wenn sie beispielsweise zuhause anrufen müssen oder sich verirrt haben", sagt Ostrop. Die Mitarbeiter der teilnehmenden Geschäfte werden im Schepersfelder Mehrgenerationenhaus speziell geschult, um eine Notsituation angemessen bewältigen zu können.

Auch das Jugendamt, das Marien-Hospital mit Prof. Dr. Monika Gappa, Schirmherrin des Notinsel-Standortes Wesel, und die Polizei unterstützen die Aktion und stehen mit Rat und Tat zur Seite. Wesel ist der 42. Notinsel-Standort in Nordrhein-Westfalen. Bundesweit sind es bereits 154. Das Mehrgenerationenhaus Schepersfeld unterzeichnete im Juni einen Partnerschaftsvertrag mit der Stiftung Hänsel + Gretel in Karlsruhe.

Werbegemeinschaft im Boot

Sabine Ostrop mobilisierte als ehemalige Vorsitzende mit Erfolg die Werbegemeinschaft. In Zukunft werden die Aufkleber unter anderem an den Türen von Spielwaren Frank, Herrenausstatter Haffke oder Kaufhof zu sehen sein. Weitere Partner sollen dazugewonnnen werden. 1000 Flyer und 100 Plakate werden demnächst unters Volk gebracht. Vorerst wurden 50 Aufkleber bestellt.

Zudem wird das Projekt in Kindergärten und Schulen ausführlich vorgestellt, um die Kinder und Jugendlichen für das Thema zu sensibilisieren. "Es ist ein Entwicklungsprozess, der längst noch nicht abgeschlossen ist", betont Sabine Ostrop.

Kontakt Anne Oberdorfer, Telefon 0281 952380

Quelle: RP
 
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