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Schermbeck
NRW-Stiftung schenkt Gahlen 7500 Euro

Schermbeck. Der Heimatverein erhält eine finanzielle Zuwendung für die Stellmacherei Gilhaus.

Martina Grote von der NRW-Stiftung hat jetzt in einem Schreiben an den Gahlener Heimatvereinsvorsitzenden Jürgen Höchst mitgeteilt, dem Gahlener Heimatverein einen Zuschuss in Höhe von 7500 Euro zur Verfügung zu stellen: Das Geld ist zweckgebunden für die Errichtung eines Schutzdaches, das benötigt wird, um ein Sägegatter an seinem künftigen Standort neben der "Ollen Schuer" in der Gahlener Bruchstraße vor Witterungseinflüssen zu schützen.

Das Sägegatter hat die Gahlenerin Angelika Gilhaus - zusammen mit den kompletten Werkzeugen und Gerätschaften der ehemaligen Gahlener Stellmacherei Gilhaus an der oberen Kirchstraße - im Jahre 2013 an den Heimatverein veräußert, und zwar unter der Bedingung, dass das gesamte Material bis 2018 vom bisherigen Standort entfernt und abgeholt wird. "Wir werden die Stellmacherei in unserer Heimatscheune Olle Schuer an unsere Klumpenkammer angliedern und die Geräte dort installieren, um sie den nachfolgenden Generationen zu erhalten und vorzuführen", berichtet HV-Vorstandsmitglied Jürgen Höchst. Das Sägegatter kann der Verein allerdings aus Platzgründen nicht in der Heimatscheune unterbringen. "Deshalb", so Höchst, "werden wir es außerhalb der Scheune auf neu zu errichtenden Fundamenten aufbauen und als Wetterschutz mit einer Remise überdachen."

Die Fundamentplatte für die Remise wird der Heimatverein in Eigenleistung errichten. Um die Remise samt Dach errichten zu können, erbat der Heimatverein bereits im Jahre 2015 von der NRW-Stiftung einen Förderbetrag. Der Antrag wurde zunächst abgelehnt. Nachdem einige bauliche Maßnahmen erfolgt waren und am 1. Januar 2016 ein Mietvertrag für die Dauer von 25 Jahren abgeschlossen worden war, wurde der Antrag nachgebessert, der jetzt zu dem Förderungserfolg führte.

Die Remise soll in einem Abstand von etwa 50 Metern südwestlich der Ollen Schuer errichtet werden. Wenn die Arbeiten im Jahre 2018 abgeschlossen sind und sich die gesamte Einrichtung der ehemaligen Stellmacherei am neuen Standort befindet, dann verfügt der Heimatverein über weitere wertvolle Exponate, die einen Einblick in die Arbeit von Handwerkern ermöglichen, die früher einmal in Gahlen tätig waren.

In der im Jahre 1924 von Johann Gilhaus und seiner Frau Elise aufgebauten Stellmacherei Gilhaus, die jahrzehntelang ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Gahlen und Umgebung war, wurden für Landwirte und Unternehmer der Region Fahrzeuge wie Kutschen und Leiterwagen hergestellt und repariert. Auch Scheunentore und Türen wurden angefertigt.

(hs)
 
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