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Wesel
Ölpellets: Kreis will Gespräche nach neuem Gutachten

Wesel. Der Kreis Wesel hat Gesprächsbedarf hinsichtlich der künftigen Kontrolle der auf dem Gelände der Deponie Nottenkämper lagernden Ölpellets (wir berichteten) angekündigt. Helmut Czichy, Mitglied des Vorstands der Weseler Kreisverwaltung, sagte gestern, dass dem Kreis das von unserer Redaktion öffentlich gemachte Gutachten im Auftrag der Staatsanwaltschaft noch nicht bekannt sei, man nun bei Gericht anfragen werde, ob dem Kreis dieses Gutachten zur Verfügung gestellt werden kann. Bisher stand der Kreis Wesel auf dem Standpunkt, dass die Ölpellets vor Ort verbleiben sollten.

Ein Ausgraben und Verbringen in eine andere Deponie führe zu Millionenkosten und bedeute womöglich noch größere Umweltgefahr. Diese Position beruht auf einem Gutachten der Ahu AG, das Kreis und Landesumweltamt sowie die Bezirksregierung in Auftrag gegeben haben. Czichy bestätigte allerdings auch, dass das Ahu-Gutachten von Nottenkämper bezahlt worden ist und es "wohl mehrere zehntausend Euro" gekostet hat. Nottenkämper hätte aber inhaltlich keinen Einfluss genommen.

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