| 00.00 Uhr

Schermbeck
Panhas-Abend beim Gahlener Heimatverein

Schermbeck. Drei Jahre nach dem ersten Panhas- und Wurstebrot-Abend, den der Gahlener Heimatverein nach dem Vorbild des Wulfener Heimatvereins startete, herrschte jetzt bei der vierten Ausgabe des Festes Hochbetrieb auf dem Gelände des Museums "Olle Schuer" an der Bruchstraße.

Das Fleisch, das der Wulfener Metzger Schroer für den Panhas verwendet hatte, stammte von Tieren des Gahlener Landwirts Rainer Engelmann. Das Rezept gibt der Metzger nicht bekannt, aber es wird im Kern so sein, wie es die älteren Gahlener im Rahmen von Hausschlachtungen noch selbst praktiziert haben: Die Innereien vom Schwein, also Herz, Lunge, Zunge und Speiseröhre, wurden ebenso gekocht wie der Kopf und die Backen. Hinzu kamen Reste und die Brühe, die beim Herstellen und Kochen von Blut- und Leberwürsten anfielen. Das ergab eine kräftige Brühe, die als Grundlage für Panhas und Wurstebrot verwendet wurde.

Die Zubereitung des scheibenförmigen Panhas-Stückes in der Pfanne übernahmen in diesem Jahr Ingrid Gülker, Uschi Mönninghoff, Anke Stordel, Monique Jung, Eva Krake und Ursula Hermeler als Küchenfeen des Heimatvereins. Ein Großteil der Besucher stand in Gruppen an den Stehtischen im Freien. Wer es lieber warm haben wollte, der konnte an den Tischen in jenem Raum Platz nehmen, der in den letzten Monaten ausgebaut wurde und künftig zu Ausstellungsräumen umgestaltet werden soll.

Zwei weitere Gruppen des Heimatvereins brachten die Getränke: Die Braugruppe, zu der Andreas Blank, Hermann Mönninghoff, Dieter Overhageböck, Reiner Endemann, Ralf Dusek und Wilfried Biedermann gehören, bot zum ersten Mal untergäriges Bier als "Lippebräu-Pilsener" an. Als "Gahlener Naschkatzen" öffnete eine Gruppe junger Frauen erstmals ihren Stand: Sarah Höchst, Ellen, Sina und Denise Großblotekamp hatten sich ebenso an der Herstellung von Likören beteiligt wie Leonie Postert, Josy Bomm und Maren Engelmann.

Die Exponate des Heimatmuseums konnten ebenso besichtigt werden. Auf zwei Ebenen werden im Museum zahlreiche Gerätschaften ausgestellt, die einen Einblick in die Lebens- und Arbeitsweise der Gahlener Bevölkerung in früheren Jahrzehnten ermöglichen. Als einmalig für die weite Region gilt ein großer Raum, in dem alle Werkzeuge und Maschinen ausgestellt werden, die zur Herstellung von Klumpen benötigt werden.

(hs)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Schermbeck: Panhas-Abend beim Gahlener Heimatverein


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.