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Kreis Wesel
Parlament schickt junge Stipendiaten in die USA

Kreis Wesel. Rund 300 junge Leute bekommen bundesweit Jahr für Jahr die Möglichkeit, im Rahmen des Parlamentarischen-Patenschafts-Programms (PPP) für ein Jahr als eine Art "Botschafter Deutschlands" in die USA zu reisen, um Land und Leute kennenzulernen und wichtige Erfahrungen zu sammeln. Die Dinslakener CDU-Bundestagsabgeordnete Sabine Weiss ist froh, dass sie in diesem Jahr gleich zwei "Patenkinder" über den "großen Teich" schicken kann. Von Klaus Nikolei

Da ist zum einen Maxim Schmidt aus Kamp-Lintfort. Durch seine Englischlehrerin am Georg-Forster-Gymnasium hat er vom PPP erfahren und sich beworben. "Einmal nach Amerika zu reisen war immer schon mein Traum", sagt der 15-Jährige, der in der Freiwilligen Feuerwehr seiner Heimatstadt aktiv ist. Anfang August startet seine Maschine in Richtung Chicago. In welcher Stadt und bei welcher Gastfamilie er ein Jahr lang leben wird, weiß Maxim, der später einmal Rettungsingenieurwesen studieren möchte, noch nicht.

Ähnlich geht es auch Moritz Decker aus Wesel-Büderich, der die PPP-Jury ebenfalls überzeugen konnte und schließlich von Sabine Weiss ausgewählt wurde. Er ist ebenfalls gespannt, auf welches College es ihn am Ende verschlagen und wo er nach sechs Monaten einen Job finden wird.

Der 22-Jährige hatte nach seinem Abitur am AVG eine Freiwilliges Soziales Jahr im Marien-Hospital (beides Wesel) absolviert, anschließend eine Lehre zum Kaufmann im Gesundheitswesen erfolgreich abgeschlossen und bis Mittwoch in diesem Beruf im Krankenhaus Bethanien (Moers) auch gearbeitet. "Dort musste ich meinen Jahresvertrag kündigen, um die Reise in die USA am 8. August antreten zu können", sagt Moritz Decker. In der Berufsschule wurde er über das PPP informiert. "Ich fand das sehr interessant und habe dann die Online-Bewerbung ausgefüllt. Wie schön, dass ich genommen wurde." Im Rahmen von Vorbereitungstreffen sind Maxim und Moritz auf das große Abenteuer USA eingestimmt worden.

"Das wird gewiss eine sehr spannende Zeit", sagt Stephan Schulz, der 2011 das Stipendiat für junge Berufstätige erhalten hatte. Der gebürtige Alpener, der jetzt in Duisburg lebt, ist überzeugt, dass der USA-Aufenthalt "einem bei Bewerbungen Türen öffnet". Bei Amazon hat der Mechatroniker-Meister mittlerweile Karriere gemacht.

Quelle: RP
 
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