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Schermbeck
Paukenschläge für das Schützenfest

Schermbeck: Paukenschläge für das Schützenfest
Beim mehr als zehnstündigen Gang durch den Fähnchenschützenstaat wurde mit Paukenschlägen aufs Schützenfest am Samstag aufmerksam gemacht. FOTO: Scheffler
Schermbeck. Die Fähnchenschützengilde Buschhausen feiert am Wochenende "ein Fest in Chaos, Zwieback und Stumpfsinn". Von Helmut Scheffler

Wenn eine Woche nach dem Fest der Kiliangilde Altschermbeck am frühen Sonntagmorgen Paukenschläge, Trommelwirbel und Blasmusik zu hören sind, dann sind sie wieder unterwegs, die Fans der Fähnchenschützengilde Buschhausen n.e.V., um die Bevölkerung auf ihr bevorstehendes Schützenfest aufmerksam zu machen. Diesmal reichte es nur für eine von Patrick Striewe im Internet ersteigerte Pauke, die der Silberkönig Sascha Unger umso intensiver schlug, als die Fähnchenschützen unter Leitung ihres Präsi Marius Sühling am Haus des Vorstandsmitglieds Matthias Stenkamp starteten.

König Thomas Bienbeck musste arbeiten, wurde beim mehr als zehnstündigen Rundgang durch die Gemeinde aber würdig von seiner Mitregentin Alexandra Schult und dem nach und nach hinzukommenden Throngeschlumpse Christoph Loick/Ingrid Bienbeck und Jürgen Kreienkamp/Steffi Loick vertreten.

Mehr als 20 Mal wurde unterwegs ein Stopp eingelegt, um ein Vorstandsmitglied, einen der "glorreichen Sieben" oder eine ehemalige Majestät zu begrüßen. In Grüters Garten, wo 1982 das erste Fähnchenschützenfest gefeiert wurde, blieb den Schützen diesmal nur die Möglichkeit, die Kornmeisen-Futterstelle zu besichtigen und Christel Grüter mit einem Ständchen und einem Blumenstrauß nachträglich zum 85. Geburtstag zu gratulieren - der "Glorreiche" Ernst-Christoph in Erle war unterwegs.

Die erste grün-weiße Fahne mit dem Turm, der an den alten Feuerwehrturm erinnert, wurde beim Ex-Präsi Patrick Striewe aufgehängt. Wie später bei Ralf Schlebusch gab es immer flüssige Wegzehrung. Besucht wurde auch das Rüster Kinderschützen-Königspaar Ole Sporkmann und Luisa Daunheimer. Es war schon spät am Nachmittag, als die Fähnchenschützen nach einem Besuch bei Georg und Claudia Schild im Vereinslokal bei Adelgunde und Theo Cluse eintrafen.

Bei Cluse am Kapellenweg findet Samstag der größte Teil des Festes statt, das vor 35 Jahren zum ersten Mal gefeiert wurde. Um 13 Uhr treten die Fähnchenschützen beim König Thomas Bienbeck in der Ludgerusstraße 35 an. Dort können sich die Schützen bei Freibier in die Liste eintragen und sich an ein bis zwei Ständchen von den Musikvereinen erfreuen. Um 14 Uhr beginnt der große Umzug zur Vogelrute in Buschhausen, den der Oberst auf seinem Fahrrad-Pferd begleitet.

Am Festplatz gedenkt Präsi Sühling nach seiner Rede der umgefallenen Schützen des letzten Jahres, bevor die Jubelkönigspaare geehrt werden und der Vogel gesegnet wird. Königin Alexandra Schult eröffnet um 18 Uhr das Schießen, das in der Regel gegen Mitternacht endet und nach dem Throntanz mit einem Tanz für alle fortgesetzt wird, die dann noch die Tanzfläche finden. "Wir wünschen allen ein Fest in Chaos, Zwieback und Stumpfsinn", lädt Präsi Sühling in Abwandlung einer Formulierung der Altschermbecker Lieblingsgilde (in Ordnung, Einigkeit und Frohsinn) alle Feierfreudigen ein.

Die Fähnchenschützen hoffen, dass Gregor Zens als Chef der Organisatoren der Buschhausener Vorfeier am vorletzten Wochenende auch kommt. Er soll sich informieren, wie man frischen Wind in die nächste Vorfeier bringen kann.

Quelle: RP
 
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