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Wesel
Pettenkaul: Weichenstellung für Erhalt des Kieswerks

Wesel. Damit die Weseler Firma Hülskens auch in den nächsten 15 Jahren ihr Kieswerk Pettenkaul bei Ginderich nutzen kann, muss eine 75 Hektar große Erweiterungsfläche in nordöstlicher Richtung im neuen Regionalplan auftauchen. Gegen die Stimmen der Grünen hat der Rat die Verwaltung aufgefordert, den Regionalverband Ruhr (RVR) als Planungsbehörde zu bitten, die besagte Fläche in dem Plan als Ausgrabungsbereich darzustellen. 40 Arbeitsplätze sollen so gesichert werden. Die Linken enthielten sich. Von Klaus Nikolei

Vor der Abstimmung hatte Grünen-Sprecher Ulrich Gorris mehrfach argumentiert, dass durch die Abgrabung wertvolles Ackerland verloren gehe. Auch Norbert Segerath (Linke) betonte, dass er etwas gegen "Raubbau" habe, unter dem noch nachfolgende Generationen zu leiden hätten.

Doch waren Grüne und Linke mit ihrer Meinung in der Minderheit. Sowohl Wolfgang Lingk (CDU) als auch SPD-Fraktionschef Ludger Hovest zeigten ihre Nähe zu Hülskens und erklärten, dass die 75 Hektar große Fläche nicht im Wasserschutzgebiet liege. Also gebe es auch kein Problem mehr.

Dem Hinweis von Ulrich Gorris, dass Wesel jährlich nur fünf Hektar an Fläche verbrauchen dürfe, widersprach Norbert Meesters (SPD). Der Landtagsabgeordnete belehrte den Gesamtschullehrer darüber, dass es eine solche Verpflichtung überhaupt nicht gebe und es sich dabei lediglich um einen Richtwert handele.

Quelle: RP
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