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Hamminkeln.
Pfarre Maria Frieden gestaltet Zukunft

Hamminkeln.: Pfarre Maria Frieden gestaltet Zukunft
Ulla Klump (Gemeindeausschuss Loikum), Pfarrer Ralf Lamers und Nicole Brinks (Vorsitzende des Pfarreirats, von links) zeigen das Plakat und den Aufruf zur großen Pfarrversammlung. FOTO: Auf
Hamminkeln.. Der Pastoralplan wird in einer großen Versammlung debattiert. Es geht um die inhaltliche und personelle Ausrichtung. Er ist auch ein demokratisches Instrument, um möglichst viele Interessenten mitzunehmen. Von Thomas Hesse

Die große Pfarrversammlung am Dienstag, 11. Juli (20 Uhr, Bürgerhalle Loikum) erwartet die Steuerungsgruppe der Katholischen Kirchengemeinde Maria Frieden Hamminkeln mit Spannung und einer gewissen Nervosität. Schließlich hat es eine solche Veranstaltung in der Pfarre mit fünf Gemeinden und 11.800 Mitgliedern noch nicht gegeben. Und schließlich geht es um nicht mehr und nicht weniger um die Zukunftsreise, auf die sich die Pfarre begeben hat und deren Weg jetzt entschieden wird.

Dabei soll die Basis auf demokratische Weise mitgenommen werden, damit sich Kirche in Zeiten schwindender Ressourcen und Mitglieder neu aufstellen kann. Pastoralplan heißt dabei recht trocken das, was die künftige Richtung bestimmt. Besagte neunköpfige Steuerungsgruppe lenkt das Verfahren. Nicole Brinks, Vorsitzende des Pfarreirats, Ulla Klump, Gemeindeausschuss Loikum, und Pfarrer Ralf Lamers stellten gestern den Stand der Dinge vor.

Gespannt sind sie, wie viele Interessenten zur Versammlung kommen und welche Prioritäten sie für die Gemeinde entwickeln. Zwei Moderatoren des Bistums Münsters sind dabei, um die Debatte zu begleiten. Basis ist die Analyse der Ist-Situation der Pfarre. Einbezogen wird eine vorangegangene Fragebogen- und Interviewaktion. 349 Teilnehmer wurden verzeichnet, fast 900 ausführliche, qualifizierte Kommentare wurden ausgewertet. "Wir waren überrascht, wie stark viele motiviert sind", sagt Nicole Brinks. Die Aktion ist auch Ausdruck dafür, dass größtmögliche Beteiligung angestrebt wird. "Das ist ein Stück Demokratisierung. Die Zeiten sind vorbei, da der Seelsorger allein sagte, wo es langgeht", betont Ralf Lamers. Das hat nicht nur mit der Gemeinde vor Ort zu tun. Der Zölibat und die Gleichstellung von Mann und Frau, also auch das Diakonat der Frau, wurde bei der Befragung am meisten genannt. Die Basis sieht offensichtlich Modernisierungsbedarf in der katholischen Kirche.

Den Pastoralplan für Hamminkeln hat die Steuerungsgruppe mit Mitgliedern aus allen Ortskirchen entwickelt. Ziele und Schwerpunkte wurden entwickelt und sind jetzt Basis der Debatte. Ein Leitbild gehört dazu. Glaubensverkündigung und Caritas seien dabei unverrückbare Säulen, hieß es gestern.

Am Ende werden konkrete Maßnahmen umgesetzt. Der Pastoralplan, der alle fünf Jahre überarbeitet werden soll, wird schließlich vom Pfarreirat verabschiedet. Wobei Maria Frieden eine Besonderheit zu bedachten hat: "Die einzelnen Kirchenorte sind sehr unterschiedlich geprägt von ihrer Geschichte und den Menschen her", sagt Nicole Brinks. Sie alle müssen mitgenommen werden.

Wie das genaue Ergebnis des Prozesses aussehen wird, wird sich erst bei der Versammlung zeigen. Elf Themenfelder offener Fragen von Gottesdienst bis Gemeinschaften in der Pfarrei, von Jugendarbeit bis neuen Wegen sind zu beackern. Das wird zusammengefasst und bewertet. Das Zukunftsbild von Maria Frieden wird in mehreren Phasen weiterdebattiert und festgezurrt. Ostern 2018 sollen dann die Gremien den neuen Pastoralplan verabschieden.

Quelle: RP
 
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