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Wesel
Pfarrerin Eva Holthuis wechselt zur Militärseelsorge in Schill-Kaserne

Wesel. In der Evangelischen Kirchengemeinde Wesel gehen die personellen Veränderungen weiter. Nachdem Pfarrerin Sarah Brödenfeld unlängst vom Willibrordi zum Berufskolleg gewechselt war, gibt es nun Neues vom Lauerhaas. Dort wird Albrecht Holthuis (55) künftig die bislang geteilte Pfarrstelle allein und zu 100 Prozent besetzen, während seine Frau Eva (53) zum Jahreswechsel als Militärseelsorgerin in der Schill-Kaserne antritt. Von Fritz Schubert

"Manchmal ist es ganz gut, wenn jeder seinen eigenen Bereich hat", sagte Albrecht Holthuis. Eine Gelegenheit wie diese böte sich Pfarre-Ehepaaren mit geteilter Stelle nicht oft. Mehr als 24 Jahre haben die beiden gemeinsam am Lauerhaas gewirkt. Dass sie dort zusammen starten konnten, war laut Eva Holthuis damals ein großes Glück. Zugleich machte es Wünsche nach Veränderungen, etwa auf eine volle Pfarrstelle anderswo, fast unerfüllbar, wenn man weiter zusammen wohnen will. Residenzpflicht am Ort ist für viele Gemeinden wichtig. So kam die Möglichkeit nun gerade recht. Eva Holthuis freut sich auf ihre neuen Aufgaben und sie freut sich für ihren Mann, der nun die ganze Stelle bekommt. Neuer Dienstsitz für sie ist die Weseler Schill-Kaserne, doch umfasst ihr Bezirk auch die Standorte Hilden, Düsseldorf, Kalkar und Uedem. Alltags- und Krisenseelsorge, gemeinschafts- und familienfördernde Angebote sowie Lebenskundlicher Unterricht werden Schwerpunkte sein.

Spuren hat Eva Holthuis nicht nur rund um den Turm der Lauerhaaskirche hinterlassen. Unter anderem war sie acht Jahre auch in der Krankenhausseelsorge am Marien-Hospital tätig und trug zur Etablierung der Bestattung der Früh- und Fehlgeburten bei. Bekannt ist die Pfarrerin auch für ihren Einsatz in der Notfallseelsorge. Hier war sie koordinierend tätig und in der Ausbildung ehrenamtlicher Notfallseelsorger sowie der Einsatznachsorge aktiv. Zudem hat sie aus Erfahrung diverser Schulnotfälle mit dem Schulreferat Duisburg/Niederrhein die kreisweite Lehrerfortbildung "Schulnotfall - Aufbau eines eigenen Krisenteams" gefestigt. Somit bringt sie gerade fürs Militär wichtige Erfahrungen mit. "Menschen in Extremsituationen brauchen gute Seelsorger, und das möchte ich sein", sagte Eva Holthuis im RP-Gespräch. Auf sie kommen nun verschiedene Lehrgänge zu. Unter anderem zur Vorbereitung auf Auslandseinsätze. Die können zwei bis vier Monate dauern, bereiten ihr aber derzeit noch Kopfzerbrechen. Eher nehmen sie jetzt die vielen Abschiede in Beschlag.

Offiziell verabschiedet werden soll Eva Holthuis ist in einem Festgottesdienst am 11. März ab 14 Uhr am Lauerhaas. Albrecht Holthuis wird zunächst die Vertretung seiner Frau übernehmen und ab 1. April die ganze Pfarrstelle innehaben. Seine Tätigkeit als Religionslehrer in Teilzeit an der Realschule Rees wird er beenden.

Quelle: RP
 
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