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Hamminkeln
Politik stoppt den Verkauf städtischer Häuser

Hamminkeln. Der Betriebsausschuss hat den Verkauf städtischer Mehrfamilienhäuser abgelehnt. Sie dienen heute als Flüchtlingsunterkünfte, der städtische Eigenbetrieb Hamminkelns hatte davon gesprochen, dass demnächst erheblicher Sanierungsbedarf ansteht. Die Häuser Sachsenstraße 14 und 16 in Dingden und Hooge Heide 7 und 9 in Mehrhoog gelten der Politik aber als Reserve, wenn wieder Unterbringungsbedarf besteht. Johannes Flaswinkel (Grüne) sagte: "Ein falsches Signal - eine Veräußerung ist weder wirtschaftlich noch sozial gerechtfertigt." Auch Helmut Wisniewski (USD) forderte, preiswerten Wohnraum in städtischer Hand zu halten. Jürgen Kuran (CDU) bemängelte, dass bestehende Beschlüsse zu den Liegenschaften nicht ausgeführt worden seien. Der städtische Eigenbetrieb schwächte den angestrebten Verkauf ab und verwies auf die "Vorbereitung zur Veräußerung". Der Winkelzug verfing aber nicht, denn die Verwaltung erwartet laut Vorlage "eine attraktive Verwertung". Die ist nun wegen des anderslautenden politischen Willens hinfällig.

Auch bei der Raiffeisenstraße tut sich was: Das betrifft nicht die Neubebauung, sondern die Erweiterung des Rewe-Marktes. Chef-Techniker Thomas Dreier sagte: "Die Baugenehmigung steht kurz bevor." Zu der Maßnahme an sich äußerte er sich nicht. Klar ist, dass die vor dem Markt vorhandenen Stellplätze für die Erweiterung genutzt werden.

Beim Thema Betuwe forderte Flaswinkel nach der nicht beendeten Anhörung, auf keinen Fall einen zweiten Anlauf in den Sommerferien zu akzeptieren. Bürgermeister Bernd Romanski erläuterte, dass die Bezirksregierung innerhalb von sechs Wochen einen neuen Termin nennen wolle, sich bisher aber nicht gemeldet habe. Er frage sich, ob nicht beabsichtigt sei, erst die Abhörung in Wesel zur Betuwe abzuwarten. Die wird allerdings voluminöser ausfallen als die in Hamminkeln, es sollen dort 4000 Einwendungen vorliegen. Wahrscheinlich ist, dass die zweite Anhörung nach Mehrhoog zurückkehrt - die Hogenbuschhalle ist ja wieder frei. Diese soll Ende Mai fertig renoviert und für den Sport frei sein, das Kostenlimit von 50.000 Euro wird wohl eingehalten.

(thh)
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