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Kreis Wesel
Polizeiwache Xanten: Fasse gegen Personalabbau

Kreis Wesel. Die CDU-Landtagsabgeordnete Marie-Luise Fasse nimmt in einer "kleinen Anfrage" Stellung zu den Plänen des Landrats.

Der Kreis Wesel plant organisatorische Änderungen im Bereich der Polizeiwache Xanten und offenbar auch in Voerde, deren personelle Besetzung ausgedünnt werden soll. Das ist nach Ansicht der CDU-Landtagsabgeordneten Marie-Luise Fasse nicht hinnehmbar. Sie trägt das Thema deshalb in Düsseldorf vor: In einer "kleinen Anfrage" möchte die Christdemokratin von der Landesregierung wissen, ob sie über die Pläne von Landrat Dr. Ansgar Müller informiert ist und was sie davon hält.

Konkret fordert Fasse von der Landesregierung Auskunft darüber, wie sie das Wohl, die Sicherheit und nicht zuletzt das Sicherheitsempfinden der Bürger garantieren will, wenn es zur geplanten Personalreduzierung und zur Schließung der Xantener Wache an Feiertagen, an Wochenenden sowie werktags in der Zeit von 22 bis 6 Uhr käme. So wolle der Landrat die "polizeiliche Präsenz" auf der Straße verbessern. Aber der Ersatz des wachhabenden Polizeibeamten durch eine "technische Einrichtung", der Hilfesuchende an der Wache per Telefon mit der Polizei in Kamp-Lintfort verbindet, ist nach Einschätzung von Fasse keine akzeptable Lösung. Das gilt auch für den Standort Voerde, wo der Landrat die Wache nachts schließen will. "Mit Blick auf die Gewaltausbrüche in der Silvesternacht in Köln und anderen deutschen Städten wird ein solches Vorgehen das Vertrauen der Bürger in das staatliche Gewaltmonopol, handlungsfähige Sicherheitsorgane und die Gewährleistung der inneren Sicherheit erschüttern", sagt Fasse.

Blicke man auf einige Zahlen aus dem vergangenen Jahr, dann sei es um die innere Sicherheit im bevölkerungsreichsten Bundesland nicht gut bestellt: Im ersten Halbjahr 2015 sei die Zahl aller Einbrüche in Nordrhein-Westfalen von 58.327 auf 64.256 Fälle gestiegen - ein Zuwachs um satte zehn Prozent. Die Wohnungseinbrüche hätten landesweit sogar um 15 Prozent zugenommen. Parallel dazu sank die Aufklärungsquote beim Wohnungseinbruch auf elf Prozent. Marie-Luise Fasse: "Da ist die Aussicht, dass ab 2020 eine weitere erhebliche Personalreduzierung bei der Polizei droht, für die Bürger erschreckend und für Kriminelle alles andere als abschreckend."

Um die Situation vor Ort im Detail bewerten zu können, bittet Marie-Luise Fasse in ihrer "kleinen Anfrage" auch um Informationen darüber, wie sich in den vergangenen Jahren die Kriminalität im Kreis Wesel entwickelt hat, insbesondere bei Wohnungseinbrüchen, Pkw-Aufbrüchen und allgemeinen Diebstählen.

Quelle: RP
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