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Niederrhein
Praktikum für Studenten im Flüchtlingsheim

Niederrhein. Universität Duisburg-Essen geht neue Wege.

Flüchtlinge brauchen nicht nur ein Dach über dem Kopf und Verpflegung - auch die persönliche Betreuung ist wichtig. Derzeit fehlt allerdings gut ausgebildetes Fachpersonal. Ein Praktikumsprojekt der Universität Duisburg-Essen (UDE) möchte nun helfen, dies zu ändern: Zusammen mit der Stadt Essen bereitet die Fakultät für Bildungswissenschaften Studierende der Sozialen Arbeit für die Arbeit in Flüchtlingsunterkünften vor.

Der Initiator und Projektleiter, Dekan Prof. Horst Bossong, erläutert: "Unsere Studierenden absolvieren ein studienbegleitendes Praktikum in verschiedenen Flüchtlingseinrichtungen der Stadt, des Caritasverbands und des Diakoniewerks Essen. So lernen sie frühzeitig die Arbeit in den Unterkünften kennen und helfen auch gleich mit. Auf diese Weise werden sie frühzeitig auf ihre spätere Berufstätigkeit in der Sozialarbeit vorbereitet."

Peter Renzel, Sozialdezernent der Stadt Essen, betont zum Projektstart, dass "dieses Projekt ein wichtiger Meilenstein in der Zusammenarbeit zwischen der Universität und der Stadt Essen ist". Zunächst bekommen die Studierenden erste Einblicke in das Asylverfahrens- und Asylbewerberleistungsrecht sowie in die Organisation der Flüchtlingsunterbringung. Sie lernen außerdem, wie man eine professionelle Haltung in der praktischen Flüchtlingshilfe entwickelt.

"Gut finde ich, dass es begleitende Beratungsangebote während meines Praktikums gibt, um die sicher auch belastenden Aufgaben und Erfahrungen bewältigen zu können", erläutert eine Studentin, die neben zwölf weiteren Studierenden an dem Pilotprojekt teilnimmt.

Prof. Isabell van Ackeren, Prorektorin für Studium und Lehre an der Uni Duisburg-Essen lobt: "Das Projekt steht in der Tradition unserer langjährigen Kooperation mit der Stadt und ist Ausdruck unserer sozialen Verantwortung im kommunalen Raum. Es ergänzt das vielfältige Engagement unserer Universität in der Arbeit mit Geflüchteten."

Quelle: RP
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