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Wesel
Protest gegen Ampelabschaltung

Wesel. Ärzte, Schule, Kita und Politiker fordern Verkehrsberuhigung in Büderich.

Seit langem hat kein Thema die Menschen in Büderich derart bewegt wie die Abschaltung der Ampel an der Kreuzung Weseler Straße/Marktstraße/Rheinallee. Sowohl Parteien als auch Ärzte, ein Kindergarten und die Schule im Ort haben an die Verwaltung geschrieben und Änderungswünsche formuliert.

In einem gemeinsam verfassten Brief an das Ordnungsamt fordern der Allgemeinmediziner Dr. Peter Weineck und der Apotheker Michael Jilek "die Ampelanlage erst abzuschalten, wenn Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung ergriffen wurden". Schul- und Kindergartenkinder sowie ältere Menschen, die auf Stock oder Rollator angewiesen wären, könnten die ehemalige B 58 nicht mehr gefahrlos überschreiten. Die Ärzte Dr. Hans Wickum und Dr. Michael Vieth sind der gleichen Meinung. Sie schreiben: "Sollte der Abbau der Ampel wie geplant stattfinden, besteht in unseren Augen eine erhöhte Gefahr für Schul- und Kindergartenkinder sowie für unsere älteren Patienten."

Ähnlich äußert sich auch Gabriele Gockeln vom Kindergarten St. Marien. "Ein Zebrastreifen scheint bei abgeschalteter Ampel unabdingbar, um ein relativ sicheres Überqueren der Straße zu gewährleisten". Und Grundschulleiterin Sabrina Hardacker bittet eindringlich, "die Ampelanlage wieder in Betrieb zu setzen, damit ein sicherer Schulweg gewährleistet ist".

Die beiden sachkundigen Bürger der SPD, Christoph Gockeln und Peter Schmidt, regen in ihrem Schreiben an die Verwaltung an, schon jetzt eine Tempo-30-Zone für ganz Büderich anzuordnen und an der Kreuzung einen Zebrastreifen aufzutragen. Außerdem bitten sie darum, die Vorfahrtsregelung auf rechts vor links zu ändern. Dadurch könnte der Verkehr verlangsamt und Schleichverkehre aus Büderich verdrängt werden.

Auch CDU-Fraktionschef Jürgen Linz hat Bürgermeisterin Ulrike Westkamp einen Brief geschrieben. Darin fordert er zur nächsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses einen Bericht über den aktuellen Stand der Förderaussichten und der Umbaumaßnahmen für die Weseler Straße. Unabhängig von dem Brief an die Verwaltungschefin erinnert Linz an das vom Bürgerforum vor Jahren miterarbeitete Konzept zum Umbau der Kreuzung und erwartet gleichzeitig den bereits im Verkehrsausschuss besprochenen und von der CDU ausdrücklich beantragten Zebrastreifen, um endlich in der Umsetzung des Konzeptes voranzukommen.

(kwn)
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