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Wesel
Rad-Stadtplan für Senioren und Kinder

Wesel: Rad-Stadtplan für Senioren und Kinder
Michael Blaess, Ulrike Westkamp und Thomas Brocker (unten, v. l.) präsentieren die neuen Fahrradstadtpläne.
Wesel. Zum Fahrrad-Aktionstag am 30. April werden unter anderem nagelneue Stadtpläne für Kinder und Senioren vorgestellt.

Für viele Weseler ist es ganz selbstverständlich, das Rad zu nehmen: Sogar im Dezember beträgt der Anteil der Radfahrer am Verkehrsaufkommen 18 Prozent, im Sommer sind es mehr als 35. Erklärtes Ziel von Bürgermeisterin Ulrike Westkamp ist es, diesen Anteil in der als fahrradfreundlich ausgewiesenen Stadt weiter zu steigern: Am 30. April ist wieder Fahrradaktionstag in der Fußgängerzone. Druckfrisch liegt zudem ein kompakter Kinderfahrradstadtplan vor - er fasst alle bisher erschienenen Kinderstadtpläne in einem Heft zusammen. Und, neu und weitgehend einzigartig: Ein Innenstadtfahrradplan speziell für Senioren, gemeinsam mit dem Seniorenbeirat erarbeitet.

Von 10 bis 15 Uhr dreht sich am Samstag, 30. April, in der Fußgängerzone zwischen Leyensplatz und Tückingstraße alles ums Fahrrad. Drei Fahrradhändler sind dabei, ihr Schwerpunkt in diesem Jahr sind E-Bikes. 80 Fundräder stehen dann zur Versteigerung an der Bühne am Kaufhof bereit, sie werden um 11.15 Uhr und um 13 Uhr von Moderator Peter Roelvinck verkauft und bieten Gelegenheit, günstig in den Besitz eines Rads zu kommen. Bei der Radbörse des ADFC gibt es für Privatleute die Möglichkeit, gebrauchte Drahtesel zum Verkauf anzubieten, eine Anmeldung ist dazu nicht notwendig. Wieder mit dabei ist die Kreispolizei, die Fahrräder zum Schutz vor Langfingern codiert, die Kreisverkehrswacht bietet einen Reaktionstest, Sanitätshäuser stellen Drei- und Liegeräder vor. Im Rahmenprogramm spielen die Bands "Vertical Breeze" und "Meine Zeit".

Am Stand der Stadt Wesel läuft die Aktion "Ich bin die Energie" - Michael Blaess, Fahrradbeauftragter der Stadt, erläutert die Idee: Viele Menschen fahren auch kurze Strecken unter drei und fünf Kilometern noch mit dem Auto. Mit Informationen und kleinen Geschenken soll an diesem Tag dafür geworben werden, öfter mal das Rad zu nehmen. Informieren will Blaess auch über eine Änderung im Straßenverkehr, die viele noch nicht verinnerlicht haben: Blaue Radwegeschilder verpflichten dazu, den Radweg zu nutzen. Wo sie abgebaut worden sind - das ist an etlichen Stellen in der Stadt der Fall - dürfen die Radler die Straße mitbenutzen. Wer das tut, wird häufig von Autofahrern beschimpft, die die Neuerung nicht kennen und die Straße für sich beanspruchen. Hier soll Aufklärung Abhilfe schaffen.

Der neue Senioren-Fahrrad-Stadtplan ist von Senioren für Senioren erstellt worden. Immer wieder sei nach einem solchen Angebot gefragt worden: Die Innenstadt mit ihren Straßen und Radwegen, in großen, gut lesbaren Buchstaben beschriftet und mit Symbolen der für die ältere Zielgruppe interessante Stationen - kulturelle Einrichtungen beispielsweise, Schwimmbäder, Cafés, das Rathaus, auch Krankenhäuser, Radladestationen und die öffentlich zugänglichen Toiletten in der Innenstadt. Noch viele weitere Hinweise sind enthalten.

In einem Heft sind jetzt auch die sechs Fahrradpläne für Kinder erschienen, neu überarbeitet. So müssen kleine Radler nur noch eine Broschüre mitnehmen, in der für sie interessante Punkte in der Stadt zu finden sind. Auf der Wunschliste der Verwaltung steht zudem ein allgemeiner Fahrradstadtplan, der bereits erarbeitet wird und noch in diesem Jahr erscheinen soll. Ein Plan für alle, das sei nicht zeitgemäß, so Blaess. Jede Gruppe benötige ihre eigenen Angebote.

(sz)
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