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Wesel
Rappelvolle Kneipen bei "Wesel live"

Wesel: Rappelvolle Kneipen bei "Wesel live"
Brackelsberg & Müllenschläder rocken Dianas Sportsbar. FOTO: Markus Joosten
Wesel. Zum dritten Mal lockte am Samstagabend "Wesel live" mit sieben Bands in insgesamt sechs Gaststätten zahlreiche Besucher in die Innenstadt.

Am Kornmarkt ging zeitweise nichts mehr am Samstagabend. Rappelvoll war Müllers Tag und Nacht, wo die Band Oben Ohne mit Coverrock begeisterte. Das Angebot der Band reichte von CCR bis hin zu Nancy Sinatra, das dankbare Publikum ließ sich nur zu gern mitreißen. Ein paar Türen weiter im Fasskeller bot das Trio Go Up! Oldies, Schlager und Tanzmusik an. Sicher hätten die begeisterten Zuhörer zu den tollen Stimmen auch mal getanzt, doch bei der drangvollen Enge war dies ein schier unmögliches Unterfangen.

Dafür war die Stimmung einfach großartig. Faßkeller-Chef Andreas Neuenhoff zeigte sich begeistert: "Die Gäste haben Spaß, das ist das Wichtigste. Wir sind ja nicht nur Ess-Lokal, sondern auch Kneipe." Stimmungsvoll ging es auch in Dianes Sportsbar zu. Hier waren nach der Absage von Blühmi gleich zwei Bands zu Gast. Den Auftakt machte Brackelsberg & Müllenschläder, ein Duo, das deutschlandweit unterwegs ist und gut gemachte Popmusik mitgebracht hatte. Später am Abend kamen noch die Fans von Marius Müller-Westernhagen auf ihre Kosten, als die sechsköpfige Coverband Willenlos Titel des deutschen Superstars vortrug. Bei Songs wie "Sexy" oder "Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz" zeigten die Weseler ihre Textsicherheit.

Erstmals mit von der Partie war in diesem Jahr das Baby Doll am Kornmarkt. Spät am Abend standen hier The Lucky Ones auf der Bühne und präsentierten den Musikfans ihr Repertoire, das aus Oldies und Rockklassikern bestand. Egal ob Beatles, Stones oder "Highway to hell", das Trio konnte beweisen, dass eine tolle Band bei der Premiere im Kellerlokal zu Gast war.

In der Römerstube an der Kreuzstraße herrschte schon recht früh eine drangvolle Enge an diesem musikalischen Abend. Willie und Joe hatten hier keine Mühe, die Gäste mit gut gecoverten Oldies zum Mitsingen und Mitklatschen zu animieren. Wirtin Alexandra Schubert outete sich als Fan dieser Band: "Die waren schon letztes Jahr bei uns und wir wollten sie unbedingt wieder haben".

Wer es etwas wilder mochte, der war im Barfly am Kornmarkt bestens aufgehoben. Hier zelebrierten die Vollblut-Musiker von King Porter Rockabilly, Country und Rock'n'Roll vom Feinsten.

Doch nicht alles war eitel Sonnenschein an diesem Abend. Viele Wirte waren über die veranstaltende Agentur aus Norddeutschland wenig begeistert. Deren Arbeit sei einfach nur chaotisch und unprofessionell, hieß es. So war zu hören, nie sei jemand erreichbar. Ein Gastronom, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen wollte, sprach gar davon, dass es für ihn das letzte "Wesel live" war.

(mst)
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