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Schermbeck
Rat verabschiedet Haushalt

Schermbeck: Rat verabschiedet Haushalt
Bürgermeister Mike Rexforth überreichte Heinz Böhnke (v.l.) gestern zu Beginn der Ratssitzung die zehnte gemeindliche Ehrenamtsmedaille. Zu den ersten Gratulanten gehörten Mitglieder des Schermbecker Pfadfinderstammes St. Georg. FOTO: Scheffler
Schermbeck. Erst eine Ehrenamtsmedaille für Heinz Böhnke, dann eine politische Debatte in Schermbeck.

Der Haushalt für die Gemeinde Schermbeck 2018 steht: Mit den Stimmen von CDU, SPD und Thomas M. Heiske gegen Grüne und BfB hat der Rat gestern die Haushaltssatzung auf den Weg gebracht. Vorher stand aber eine Ehrung an: Im Rahmen der letzten Ratssitzung des Jahres 2017 wurde der 81-jährige Brichter Heinz Böhnke als zehnter Schermbecker Bürger mit der Ehrenamtsmedaille der Gemeinde ausgezeichnet.

Ein Diskussionspunkt im Rat war die Frage, wie Schermbeck vorgehen muss, um die Zukunft der Grundschulen zügig zu gestalten: Die Zeit drängt, soviel steht fest. Eine Machbarkeitsstudie zur Schulsituation durch ein Planungsbüro ist notwendig. Es könnte aber Sommer oder gar Herbst 2018 werden, bevor der Förderbescheid für diese Studie kommt: Das Land würde 70 Prozent der Kosten dann übernehmen. Im Anschluss müsste ein, wiederum zu 70 Prozent mit Landesmitteln geförderter, Architektenwettbewerb für rund 150 000 Euro folgen. Der Rat hatte gestern zu entscheiden, ob Schermbeck 25 000 Euro für eine Standortanalyse vorab in den Haushalt stellt, sicherheitshalber.

Bürgermeister Mike Rexforth befürchtet, sollte sich die Machbarkeitsstudie verzögern, eine öffentliche Diskussion ohne Fakten und Antworten. Bei der Bezirksregierung hat Schermbeck beantragt, dass die Studie bereits im Januar in Auftrag gegeben werden kann. Sollte Düsseldorf abwinken, will er zumindest die deutlich weniger aussagekräftige Standortanalyse in Auftrag geben können. Der Rat stimmte dem zu: Falls diese Studie nicht notwendig würde, wird die Summe eingespart.

CDU und SPD lobten den Weg, den die Gemeinde geht und zeigten sich in den Bemühungen zur Haushaltskonsolidierung bestätigt. Die Grüne Ulrike Trick kritisierte, dass an der falschen Stelle gespart werde, sie nannte die Büchereischließung. An anderer Stelle gönne man sich dann etwas, beispielsweise für den Tourismusbereich. Sie war sich mit BfB-Fraktionschef Klaus Roth einig, dass Schermbeck zuviel ausgebe. Der Rat hat gestern einem 150 000-Euro-Zuschuss zugestimmt, den der SV Schermbeck beantragt hatte.

Die Ehrung für Heinz Böhnke vorher war feierlich: Bürgermeister Mike Rexforth überreichte die Medaille, die mit einem Preisgeld von 250 Euro verbunden ist. Im Beisein mehrerer Pfadfinder erinnerte er zu Beginn seiner umfangreichen Laudatio an die frühen 90er Jahre, in denen er Heinz Böhnke als Arbeitskollegen im Rathaus kennengelernt hatte. Als "graue Eminenz" habe Böhnke immer ein Wort für die Azubis übrig gehabt und sich bei den Betriebsfeiern mit den Jugendlichen befasst. "Dein ehrenamtliches Engagement ist so vielfältig, dass es ein ganz Buch füllen würde", leitete Rexforth zur Schilderung der ehrenamtlichen Tätigkeiten über. Schon vor seinem Umzug nach Schermbeck im Jahre 1974 habe er Jugendarbeit in der damaligen Kirchengemeinde St. Paulus in Recklinghausen geleistet. Mit seiner in diesem Jahr verstorbenen Frau Elfriede war er von 1964 bis 1970 als Entwicklungshelfer für Misereor im zentralafrikanischen Burundi im Einsatz.

(hs/sz)
 
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